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Banking as a Service: Anbieter Railsbank holt 37 Mio. Dollar

Nigel Verdon, CEO von Railsbank. © Railsbank
Nigel Verdon, CEO von Railsbank. © Railsbank

Der Sektor für „BaaS“-Plattformen ist heiß. BaaS steht für „Banking as a Service“ und bezeichnet jene Firmen, die anderen Unternehmen die digitalen Bausteine geben, damit sie ihrer eigenen Finanz-Services auf den Markt bringen können. Durch den Wegfall von Wirecard als einer der großen Player im Markt, was etwa Kreditkarten angeht, aber auch durch den Digitalisierungs-Turbo der Corona-Krise, stehen BaaS-Anbieter dieses Jahr hoch im Kurs bei Investoren.

So etwa auch Railsbank aus Großbritannien. Das Unternehmen rund um Gründer und CEO Nigel Verdon hat soeben bekannt gegeben, dass es 37 Millionen Dollar von den bestehenden Investoren MiddleGame Ventures und Ventura Capital erhalten hat. Bei der Finanzierungsrunde dabei sind auch Anthos Capital, Global Brain, Clocktower Technology Ventures, Moneta VC, Mitsui Fudosan und Firestartr.

Übernahme von Wirecard-Tochter

Breitere Bekanntheit hat Railsbank dieses Jahr erhalten, weil es die britische Wirecard-Tochter Wirecard Card Solutions (WCS) zugekauft hat, die auf das Issuing von Kreditkarten spezialisiert war und etwa TenX, Crypto.com, Holvi oder Curve zu seinen Kunden zählt(e). Mit dem frischen Kapital geht es in die Expansion in die Märkte Philippines, Indonesia, Malaysia, Australia und Japan – und auch in den USA will Railsbank nun Fuß fassen.

Im Kernmarkt Europa gibt es einige Mitbewerber – allen voran solarisBank aus Berlin, die ihrerseits dieses Jahr ein Investment von 60 Millionen Euro erhalten hat (Trending Topics berichtete). Auch Clearbank, Treezor oder Bankable sind in dem Feld tätig – und jeder Anbieter schart mehr und mehr Startups um sich, die auf Basis ihrer Services Produkte bauen. Bedeutet unterm Strich: Im BaaS-Business wird es in den nächsten Monaten und Jahren noch viele Neuigkeiten geben.

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