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Crypto News: Bakkt bringt bald Bitcoin Futures, Binance will Alternative zu Libra schaffen

© Clifford Photography auf Pixabay
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Bitcoin befindet sich nun seit gut zwei Wochen im konstanten Seitwärts-Trend um 10.000 Dollar, mit einem kurzlebigen Ausbruchsversuch in Richtung 11.000 Dollar am 20. und 21. August. Die aktuelle kurzfristige Richtung ist ungewiss, dass Handelsvolumen bleibt aber weiterhin auf Rekordhöhen. Altcoins sind es weiterhin schwach – die Bitcoin-Dominanz liegt bei  rund 70 Prozent. Dennoch bleibt es spannend – hier die wichtigsten News der letzten 2 Wochen im Überblick:

Binance startet Crypto Lending Plattform mit bis zu 15% jährlich

Binance, einer der größten Krypto-Börsen der Welt, startet, heute, am 28. August, eine neue Lending-Plattform auf einer First-Come, First-Served-Basis. Der jährliche Zinssatz für die anfänglichen Lending-Produkte mit einer festen Laufzeit von 14 Tagen wurde für BNB, USDT und ETC auf 15 Prozent, 10 Prozent und 7 Prozent festgelegt. Das gesammelte Kapital wird für eine Gebühr an Nutzer des neuen Margin-Trading-Features verliehen.

Binance kündigt Libra-Konkurrenz Venus an

Binance will Kryptowährung Venus einführen, die auf der hauseigenen Blockchain Binance Chain läuft. Binance erhofft, die „Finanzhegemonie“ zu brechen und das Finanzsystem der Welt neu zu gestalten.

Venus ist ein offenes Blockchain-Projekt zur Entwicklung von „lokalen“ Stablecoins und digitalen Assets, die an Fiat-Währungen gebunden sind. Binance will dabei umfassende technische Unterstützung, ein Compliance-Risikokontrollsystem und ein multidimensionales Kooperationsnetzwerk für den Bau der Venus-Kryptowährung bereitstellen und dabei ihre bestehende Infrastruktur und ihre Regulierungseinrichtungen nutzen. Binance selbst bezeichnet Venus als eine unabhängige, regionale Version von Facebook Libra.

Bakkt Bitcoin Futures soll im September starten

Die Genehmigung des New York State Department of Financial Services (NYDFS) öffnet die Türen für die mit Spannung erwarteten, physisch abgerechneten Bitcoin Futures von Bakkt. Bakkt beabsichtigt, seine Produkte am 23. September auf den Markt zu bringen. Es wird beabsichtigt, zwei Arten von Verträgen anzubieten: einen Tages- und einen Monatsvertrag.

Bei Bakkt handelt es sich um ein Startup, dass der Trading-Koloss Intercontinental Exchange (ICE) 2018 ins Leben gerufen hat. ICE ist auch Betreiber der New York Stock Exchange (NYSE, gemeinhin „Wall Street“ genannt) und hat mit der Boston Consulting Group, Microsoft Ventures, Horizons Ventures, Starbucks oder Pantera Capital eine Reihe potenter Investoren geholt, die gemeinsam mehr als 180 Millionen Dollar in Bakkt investiert haben

Facebook Libra weiterhin unter Druck

Unsicherheiten bestehen weiterhin bezüglich der von Facebook entwickelte Kryptowährung Libra. Aus Angst vor einem drohenden Pushback durch die Finanzaufsichtsbehörden erwägen angeblich einige frühzeitige Geldgeber des Projekts sich zurückzuziehen – wer genau, ist nicht bekannt.

Die US-Kongressabgeordnete Maxine Waters, die auch das House Financial Services Committee leitet, sagte in einer Erklärung am Sonntag, dass das Treffen sie mit Zweifeln hinterließe „ein riesigen Technologieunternehmen zu erlauben, eine privat kontrollierte, alternative globale Währung zu schaffen“. Auch nach Treffen mit Regulierungsbehörden in der Schweiz vergangene Woche äußerten sich viele kritisch.

Telegram will bald seinen Token liefern

Wie die New York Times berichtet, will Telegram seinen im Vorjahr angekündigten GRAM-Token vor dem 31. Oktober an seine Investoren ausliefern. In einem Private Sale haben die Macher der Messaging-App rund 1,7 Milliarden Dollar eingenommen, um die Umsetzung des Kryptowährungsprojekts zu finanzieren. Den Käufern wurde versprochen, den Token bis Ende Oktober 2019 fertig zu haben, ansonsten würden diese ihr Geld zurück bekommen.

Der GRAM-Token soll als Bezahlmittel für Produkte und Services dienen, ist jedoch nicht wie Libra als Stablecoin konzipiert, sondern wird wie Bitcoin im Wert schwanken – je nachdem, was Trader an Börsen bereits sind, für GRAM zu bezahlen.

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