Channel

Impact

Second Hand

Refurbished-Startup Back Market holt sich 110 Mio. Euro bei Investoren

Die Gründer von Back Market © Back Market
Die Gründer von Back Market © Back Market

Das in Frankreich gegründete Startup Back Market hat für seinen Marktplatz für generalüberholte Elektronik eine große Finanzierungsrunde abgeschlossen. 110 Millionen Euro hat sich das Jungunternehmen von Goldman Sachs, Aglaé Ventures (der Venture-Investment-Arm der Groupe Arnault) und Eurazeo Growth geholt. Mit dem frischen Kapital will der Online-Marktplatz seine Position als Marktführer festigen und sich dabei vor allem auf den deutschsprachigen Markt konzentrieren. Seit Frühjahr ist Back Market auch in Österreich aktiv, wo mit refurbed ebenfalls ein Marktplatz für gebrauchte und renovierte Smartphones, Tablets und Co. gegründet wurde.

Ethischer Konsum

Für das Jungunternehmen ist es bereits die dritte Finanzierungsrunde (Series C), wodurch insgesamt bisher 158 Millionen Euro Risikokapital aufgenommen wurden. „Die Investoren haben den aktuell stattfindenden Wandel zum ‚ethischen Konsum‘ und die einzigartige Position von Back Market auf dem Markt erkannt“, sagt Thibaud Hug de Larauze, CEO und Mitgründer von Back Market. „Unsere Mission ist es, einen grundlegenden Mentalitätswandel unter den Verbrauchern zu erreichen und dem Trend zum ständigen Neukauf von Elektronikprodukten entgegenzuwirken.“ Plattformen wie Back Market argumentieren, dass im Vergleich zur Produktion von neuen Geräten durch die Wiederaufbereitung CO2 gespart würde. Zudem wird durch die Verlängerung der Lebensdauer Elektronikschrott verringert.

+++ Inside Back Market: Reparieren, aufpolieren, wiederverkaufen – ein Milliardenmarkt  +++

36 Monate Garantie auf gebrauchte Geräte

Auf Back Market bieten Unternehmen gebrauchte Elektronikgeräte an, die repariert und aufpoliert wurden. Je nach Zustand sind diese Geräte laut dem Startup um 30 bis 70 Prozent günstiger als Neugeräte. Technisch und optisch unterscheiden sie sich teilweise kaum von dem Neuzustand. Back Market fungiert dabei lediglich als Plattform, legt Qualitätskriterien fest und bietet eine Garantie auf die Geräte an (36 Monate). Mit dem frischen Geld will das Jungunternehmen auch die Qualitätskontrolle weiter verbessern. Derzeit arbeitet Back Market nach eigenen Angaben mit mehr als 1.000 Partnerwerkstätten zusammen.

+++ Tech & Nature: Niederösterreich verlängert wegen Corona-Krise den Reparaturbonus  +++

Refurbed holt ebenfalls Investment

Back Market wurde 2014 gegründet und ist mittlerweile in acht Märkten (Frankreich, Deutschland, Österreich, Italien, Spanien, Vereinigtes Königreich, Belgien und Vereinigte Staaten) aktiv. Zu den Konkurrenten zählen unter anderem der Online-Riese Amazon mit dem „Renewed“-Programm und das österreichische Startup refurbed, das 2017 gegründet wurde und sich erst kürzlich ein Investment über 15,6 Millionen Euro für die weitere Expansion gesichert hat.

+++ Refurbed-Gründer: „Jeder ist für Klimaschutz, aber die wenigsten würden dafür 500 Euro im Jahr bezahlen“  +++

Springe zu:

Ganzen Artikel lesen
Corona-Krise