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aws: Startups können in Österreich um Förderungen pitchen

Margarete Schramböck bei Hektar Nektar © Schedl

„Startups leisten einen wichtigen Beitrag zum Wirtschaftsstandort und stehen auf meiner Prioritätenliste ganz oben“, leitete Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck am Donnerstag ein Pressegespräch in den Räumen des Wiener Startups Hektar Nektar ein. In mehreren Treffen mit Startups habe sich herauskristallisiert, dass es bei Förderungen Verbesserungsbedarf gebe. Und zwar nicht bei der Höhe oder Zahl der geförderten Startups, sondern bei der undurchsichtigen Vielzahl an Angeboten.

Kurz gesagt: Es ist zu kompliziert an Förderungen heranzukommen. Deshalb soll die Beratung bei der Förderstelle aws jetzt persönlicher werden. Statt sich gleich über ein Formular zu bewerben, dürfen Startups künftig um ihre Förderung pitchen. „Es soll ja auch Spaß machen“, so Schramböck. Startups können vorher online kurz checken, ob sie für Förderungen grundsätzlich infrage kommen. Dann werden sie zu einem „Pitch your idea“-Event eingeladen und können dort vor Experten ihr Geschäftsmodell erklären.

Nach dem Pitch trotzdem zum Formular

Das erste Event findet am 15. September statt – Schramböck wird persönlich anwesend sein. Die Startups erhalten umgehend Feedback und Empfehlungen, welche Programme für sie geeignet wären. Der Weg zur eigentlichen Förderung führt dann allerdings doch wieder über das klassische Formular. Wieviele Events es in Zukunft geben wird, hänge von der Nachfrage ab und stehe noch nicht fest, hieß es am Donnerstag. Dass die Präsentation bei Hektar Nektar stattfand, war kein Zufall. Das Bienen-Startup der Poreda-Brüder, die Kununu erfolgreich an Xing verkauft haben, hat aktuell eine Förderung über 200.000 Euro erhalten (Trending Topics berichtete).

Mit einem Konfigurator schneller zur Förderung

Gleichzeitig mit dieser aufwändigeren Möglichkeit, sich den Weg zu einer Förderung zu bahnen, startet auch ein neues Online-Tool, das Licht in das Dickicht des Förderdschungels bringen soll. „Ganz wie bei einem Auto-Konfigurator können sich Startups damit ihre maßgeschneiderte Förderung zusammenstellen“, erklärt Schramböck. In dem „Förder-Konfigurator“ werden im Webbrowser einige Angaben zur Firma und zum Bedarf gemacht und dann werden alle Finanzierungsmöglichkeiten angezeigt. Das Tool sei auch für KMU gedacht, die etwa bei den Garantien die größte Kundengruppe des aws sind.

Schramböck sei bewusst, dass auch die Anschlussfinanzierung für größere Startups ein Pain Point der Szene ist. Auch da soll es Verbesserungen geben, etwa die bereits angekündigte Aufstockung der aws-Garantien.

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