aws First: Nachwuchs-Startup LuftLift gewinnt die Pitch Night

Die Jury - Lisa Fassl, Impact-Investor Martin Rohla und die Gründer von Kern Tec - hat entschieden: Das Startup LuftLift hat die Pitch Night von aws First gewonnen.Alle Infos zu den Gewinnern, Startups und Teams für 2020 gibt es hier: https://bit.ly/2QI6lCm

Gepostet von TrendingTopics.at am Freitag, 22. November 2019
Sponsored Story

aws First: Das Nachwuchs-Startup LuftLift gewinnt die Pitch Night

Der Startup-Nachwuchs in Österreich kann sich sehen lassen. Am Mittwoch Abend ist die aws First Pitch Night in Wien über die Bühne gegangen und hat die sechs Finalisten auf des einjährigen Förderprogramms vor den Vorhang geholt. Insgesamt 12 Teams arbeiteten mit Unterstützung der Austria Wirtschaftsservice (aws) ein Jahr lang an Idee, Produkt und Geschäftsmodell und präsentierten diese schließlich einer hochkarätigen Jury – bestehend aus Lisa Fassl (aaia), Martin Rohla (Impact-Investor) und den beiden Gründern des Vorjahressiegers Kern Tec.

LuftLift gewinnt den Hauptreis

Der große Sieger heißt: LuftLift. Das Team (Andreas Braun, Ruben Asuo, Paul von Ahsen und Adrian Brodesser) haben eine aufblasbare Aufstehhilfe entwickelt, die beeinträchtigte oder ältere Menschen hilft, zu Hause wieder auf die Beine zu kommen. Der LuftLift sieht im aufgeblasenen Zustand aus wie ein breiter Sessel. Eine gestürzte Person soll sich auf eine flach aufgebreitete Matte rollen und dann eine elektrische Pumpe aktivieren. Diese sorgt dafür, dass der LuftLift sich in etwa zwei Minuten aufbläst. Ein Prototyp ist bereits fertig, die Aufstehhilfe soll in Zukunft um etwa 500 Euro zu haben sein.

“Bei der Generation Y und Z ist es fancy zu gründen, aber umso wichtiger ist es, ein belastbares Geschäftsmodell zu haben”, sagte aws-Geschäftsführer Bernhard Sagmeister. Deswegen bietet die Förderbank bereits dieses Jahr zum fünften Mal das aws First Start-up Lab an, bei dem junge Gründer-Teams (max. 30 Jahre) neben Coaching und Mentoring auch Stipendien und ein Projektbudget bekommen. Nach dem Programm sollen die Teams ihre eigenen Firmen gründen. „30 Prozent der aller bisherigen Teilnehmer haben bereits gegründet und weitere 56 Prozent geben an, bald gründen zu werden”, so Sagmeister. Die Anzahl der Teilnehmer, welche gerne nach dem Programm gründen möchten, sich im Vergleich zu vor dem aws First Programm um 50 Prozent gestiegen. Für 2020 steht bereits der nächste Batch an Projekten am Start (siehe unten).

TrainTec begeistert das Publikum

Bei der Pitch Night begeisterte ein zweites Startup: TrainTec. Markus Peternell, Jonathan Schmidt, Florian Rebernig und Mario Wolf entwickeln ein Personen-Zählsystem für Züge, Straßenbahnen oder U-Bahnen und konnten das Publikums-Voting für sich entscheiden. Mit Hilfe herkömmlicher Überwachungskameras soll eine Software per Computer Vision die Passagiere erkennen und die Auslastung berechnen. Auf Basis der Daten – Personen werden dabei anonymisiert – sollen etwa Zuggesellschaften ihren Kunden besser Plätze zuweisen oder in den Abteilen verteilen können.

Der Publikumsfavorit: TrainTec. © aws
Der Publikumsfavorit: TrainTec. © aws/ Rauchecker

„2 Minuten 2 Millionen“-Wildcard für Semina

Impact-Investor Martin Rohla hatte dann noch eine Überraschung in der Tasche: Er konnte als Jury-Investor von „2 Minuten 2 Millionen“ eine Wildcard für das Casting die Startup-Show vergeben. Diese hat das Startup Semina von Michael Keinrath, Simon Brockmeier, Larissa Huber und David Gausch bekommen. Das Team arbeitet an Holzöfen mit geringerer Schadstoffbelastung, die in Ländern wie Uganda, Tansania und Kenia günstig verkauft werden sollen, um dort oft bei Familien im Einsatz befindliche alte Öfen zu ersetzen. Die Familien sollen dabei auch Geld verdienen können: Denn die entstehende Holzkohle soll zu Brickets gepresst und verkauft werden – ein Teil der Einnahmen geht dann an die Familien.

Die Wildcard für "2 Minuten 2 Millionen" geht an Semina. © aws
Die Wildcard zum Casting für „2 Minuten 2 Millionen“ geht an Semina. © aws/Rauchecker

Außerdem gepitcht haben folgende Startups:

  • FreeBee: Daniel Keinrath, Claudio Rebernig Luis Rupp und Raphael Sperlich bauen ein Mikro-Influencer-Netzwerk, über das Brands auf Instagram Werbung schalten können. Die Mikro-Influencer (1.000 bis 50.000 Follower) sollen für ihre Postings von den Werbetreibenden mit Goodies (z.B. Restaurantbesuch) belohnt werden. Ziel ist, authentischere Werbung zu schaffen als bei manchen der großen Instagram-Influencer. Im Netzwerk von Freebee sollen sich bereits rund 1.500 Personen befinden.
  • kindby: Greta Webhofer, Melina Rudneva und Naomi Hayoun arbeiten an einem Markplatz für wiederverwertbare Babykleidung. Eltern sollen ab 55 Euro pro Monat Kleidung bekommen und dann, wenn das Kind ihr entwächst, zurückschicken und neue Stücke erhalten. Die Kleidung wird gereinigt und an neue Konsumenten weiter gegeben. Damit will kindby einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten und den Eltern auch noch Geld sparen helfen.
  • NeedNect: Ines Ganner, Fabio Wilhelmer und Raphael Duhs arbeiten an einer Gästeverwaltungs-Software für Premium-Hotels mit mindestens vier Sternen. Gäste sollen dort besondere Wünsche (z.B. vegetarisches Essen, Extra-Polster, usw.) angeben können. Die Daten sollen mit Zustimmung der Gäste Hotel-übergreifend verarbeitet werden, damit man nur einmal ein Profil anlegen muss. Für Gäste soll der Dienst gratis, für Hotelbetreiber kostenpflichtig sein.

Die Teams für 2020

Bereits im Jänner nächsten Jahres geht der nächste, mittlerweile sechste Batch des aws First Start-up Labs an den Start, um ein Jahr lang mit Unterstützung von Mentoren, Coaches und Projektgeldern an ihren Produkten und Geschäftsmodellen zu feilen. In das Programm wurden aufgenommen:

  • Democharts: Musik-Plattform für Demo-Songs, um die Industrie nach neuen Musikern scouten zu lassen
  • Ecocaps: Kleine Zahnpastakapseln für Hotels und Fluggesellschaften, die sich im Mund auflösen, um Verpackungsmaterial zu reduzieren
  • Dribbler: Spieler, Trainer, Vereine und Scouts bekommen eine Plattform, um eine neue Art des Transfermarkts im Fußball zu schaffen
  • Trailax: Soll die Möglichkeit bieten, auf das lästige Anhängen des Wohnwagens zu verzichten. Die Arbeit übernimmt der Anhänger selbst
  • MADY: Energieriegel aus Insektenprotein. Die Mehlwürmer kommen dafür von einem Bergbauernhof aus Kärnten
  • Real42: Eine Software, die Grundrisse von Wohnungen in 3D darstellen kann
  • FLINK: Die bisher manuelle Auswertung von Fußballspielern werden durch Computer Vision ersetzt, um bessere Spieler-Analysen zu liefern, die etwa Trainer oder Scouts verwenden können
  • RePhil: Einwegverpackungen bei Take-Way werden durch wiederverwendbare Schüsseln und Becher in geschlossenen Systemen wie Firmenkantinen ersetzt
  • SARA: Ein digitaler Bilderrahmen, der mit Hilfe von AI neuartige Kunstwerke auf Wunsch des Nutzers an die Wand zaubern kann
  • Missing Link: innovative Snowboard-Bindung ähnlich wie Step-On-Bindungen, die besser funktionieren soll und auch bei Softboots für stabilen Halt sorgt
Mehr anzeigen