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Auto laden in wenigen Minuten: Tesla verbessert den Supercharger, Piëch setzt beim Akku an

Der Piech Mark Zero © PRNewsfoto/PIËCH
Der Piech Mark Zero © PRNewsfoto/PIËCH

Bei Überlandfahrten müssen E-Auto-Fahrer längere Pausen einlegen als die Lenker von Benzinern. Die Reichweiten steigen zwar, aber etwa bei Tesla ist nach etwa 500 Kilometern (Model 3 Long Range) ein Boxenstopp angesagt. In Österreich sieht das dann vielleicht so aus: Von der Autobahn abfahren, zum nächsten Supercharger und dort mindestens eine halbe Stunde warten. In Zukunft könnte das kaum länger dauern als das Tanken eines Benziners.

In 5 Minuten wieder 120 Kilometer weiterfahren

Tesla hat angekündigt, mit der neuesten Supercharger-Generation beispielsweise ein Model 3 Long Range in fünf Minuten auf 120 Kilometer Reichweite laden zu können. Im Schnitt soll es zumindest um 50 Prozent schneller gehen als bisher – Tesla schätzt die durchschnittliche Ladedauer an den Säulen auf 15 Minuten. Die V3 Supercharger bringen eine Maximalleistung von 250kW und haben damit vorerst die Nase vorne. Audi und Porsche haben für e-tron SUV und Taycan 350kW-Charging angekündigt.  Die V3 Supercharger von Tesla werden derzeit als Beta-Version in den USA ausgerollt – bis die finale Version nach Europa kommt soll es noch bis Jahresende dauern.

Piëch setzt auf einen neuartigen Akku

Statt an den Chargern zu arbeiten, widmet sich der neue Player am Luxus-E-Mobility-Markt gleich dem Akku selbst. Piëch wurde von Anton Piëch, dem Sohn des langjährigen Volkswagen-Vorstands und Porsche-Gründer-Urenkels Ferdinand Piëch, und Rea Stark Rajcic gegründet und will in den nächsten drei Jahren ein sportliches Luxus-E-Auto auf den Markt bringen. Der Mark Zero wird voraussichtlich eine Reichweite von 500 Kilometern haben und ab 150.000 Euro kosten. Aber zurück zum Akku. Der soll sich nämlich in unter fünf Minuten zu 80 Prozent laden lassen.

Niedrige Erhitzung macht’s möglich

In den Worten des Unternehmens klingt das so: „Ein besonderer Zelltyp entwickelt beim Laden oder Entladen kaum Temperatur. Es können deutlich stärkere Ströme fließen, die Zelltemperatur erhöht sich dabei nur marginal. Neben dem herkömmlichen CSC-Laden bieten die Zellen im Schnelllademodus eine sensationell kurze Ladedauer von nur 4:40 Minuten für 80 Prozent Batteriekapazität bei besonders hoher Rekuperations-Rate. Die Batterien können aufgrund der niedrigen Erhitzung vollständig luftgekühlt werden, was zu einer Gewichtsersparnis von rund 200 Kilogramm beiträgt. Das Gesamtgewicht des Fahrzeugs wird daher unter 1.800 Kilo liegen“.

Für dieses Kunststück hat sich Piech einen Quereinsteiger als Partner geholt. Die chinesische Desten Group  hat sich im Consumer-Bereich einen Namen als Batteriehersteller gemacht und will diese Kompetenz nun in den Mobility-Bereich bringen, heißt es in der Aussendung. Um die Ladeinfrastruktur hingegen kümmert sich Qingdao Tgood, ebenfalls aus China und Ladeinfrastruktur-Weltmarktführer.

Der Piech Mark Zero © PRNewsfoto/PIËCH
Der Piech Mark Zero © PRNewsfoto/PIËCH
Der Piech Mark Zero © PRNewsfoto/PIËCH
Der Piech Mark Zero © PRNewsfoto/PIËCH

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