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T-Mobile und UPC wachsen zur neuen Marke Magenta zusammen

Andreas Bierwirth, CEO der Magenta Telekom GmbH. © Magenta / Marlena König
Andreas Bierwirth, CEO der Magenta Telekom GmbH. © Magenta / Marlena König

Das große Rätsel, wie T-Mobile Austria nach der Milliarden-Übernahme von UPC heißen wird, ist gelüftet: Magenta mit einem hochgestellten „T“ hinten dran, bzw. Magenta Telekom. Korrekt spricht man Magenta mit „G“ aus, aber: “Wir laden alle, Madschenta zu sagen, auch gerne dazu ein”, sagte CEO Andreas Bierwirth am Montag morgen bei einer Pressekonferenz vor Journalisten in Wien.

Mit der neuen Marke, die künftig die alten Marken T-Mobile und UPC nach und nach aus dem Alltag verschwinden lässt, kommen nun auch neue Angebote auf Konsumenten zu. Mobilfunk, Glasfaser-Internet und TV – Privat- wie Geschäftskunden sollen nunmehr alles aus einer Hand bekommen und eine Alternative zum Marktführer AI bekommen.

Bisherige Kunden von T-Mobile und dem Diskonter telering werden den Markenwechsel in den nächsten Wochen bereits an der neuen Netzkennung „Magenta T“ am Display bemerken, bestehende Verträge laufen bis Vertragsende natürlich weiter. telering wird noch bis Anfang 2020 verfügbar sein und danach in der neuen Magenta-Welt aufgehen.

Marken T-Mobile und UPC verschwinden

“Die Marke T-Mobile wird langsam aus dem österreichischen Markt verschwinden. Das Projekt der Markenänderung wird etwa ein Jahr dauern”, so Bierwirth. Und in Richtung Mitbewerb: “Wir werden jetzt keinen Preiskrieg anfangen, wir können jetzt über Qualität punkten.” Die neue Marke wird mit einem dicken Werbe-Budget von fast 20 Millionen Euro befeuert, die Shops von T-Mobile und UPC werden nach und nach ins neue Design gepackt.

Einige der Geschäfte werden verschwinden, und zwar dort, wo es „Überschneidungen“ gibt – also an Orten, wo bisher zwei Shops nah beieinander liegen. Zu einem Stellenabbau soll es nicht kommen, doch durch „natürliche Fluktuation soll der Personalstand etwas abzuschmelzen. Es werden keine Abbauprogramme geben. “Wir werden sicher mehr als 2.000 Mitarbeiter bleiben”, so Bierwirth.

+++ Ab Mai bekommen eine Million Wiener Haushalte Zugang zu Gigabit-Internet +++

Neue Tarife für Gigabit-Internet und 5G

Viel Zukunftsgeschäft sieht man bei Magenta bei den Themen 5G, Gigabit-Internet und Entertainment. In Wien sollen ab sofort rund 900.000 Haushalte die Möglichkeit bekommen, sich einen Internet-Tarif mit Download-Geschwindigkeiten von bis zu einem Gigabit/Sekunde (bisher maximal 300 Mbit/s) nehmen zu können. Das hat aber einen ordentlichen Preis: Der neue Tarif kostet bis 15. Juli vergünstigt 100 Euro/Monat, danach satte 200 Euro/Monat. In ländlichen Regionen soll bis zu 500 Mbit/Sekunde angeboten werden.

Auch erste 5G-ready-Tarife gibt es. Diese kann man sich jetzt bereits vergünstigt nehmen und dann, wenn 5G von Magenta verfügbar ist, nutzen. Zu rechnen ist damit in Teilen Österreichs ab 2020. Sie schlagen zum regulären Preis mit 50 bzw. 75 Euro/Monat zu Buche (150 bzw. 300 Mbit/s Upload, SIM-only) und setzen eine 5G-fähige Hardware voraus. Wenn 5G nicht verfügbar ist, dann funktioniert LTE. Das Besondere: Anders als die bisher bekannten Smartphone-Tarife haben sie kein Daten-Limit mehr. “Das Zählen von Datenmengen macht bei 5G keinen Sinn mehr”, so Bierwirth.

+++ 5G wird in Österreich zuerst in ländlichen Regionen verfügbar sein. Aus gutem Grund. +++

Die Huawei-Frage

Ob Magenta künftig beim Ausbau des 5G-Netzes auf den bisherigen Partner Huawei setzen wird, ist noch offen. Dem chinesischen Hersteller wird seitens der USA vorgeworfen, zu Spionagezwecken von der chinesischen Regierung instrumentalisiert werden zu können (Trending Topics berichtete). “Wir sind in der Endphase, den Vendor auszuwählen”, so Bierwirth. “Ich will Huawei nicht ausschließen”, eine Entscheidung werden in den nächsten vier bis sechs Wochen getroffen. “Wir haben den Quellcode angeschaut und so gut wir können geprüft.”

+++ 5G-Ausbau: Wer hat Angst vor Huawei? +++

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