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Artivive: Wiener Kunst-Startup schafft es in renommierten US-Accelerator

Sergiu Ardelean und Codin Popescu von Artivive. © Artivive
Die Artivive-App in Aktion. © Artivive

Das Jahr startet gut für das Wiener Kunst-Startup Artivive. Am Mittwoch ist Co-Founder Sergiu Ardelean Richtung USA aufgebrochen, um an dem renommierten Accelerator der University of California in Berkeley teilzunehmen. Artivive ist damit das erste österreichische Startup, das in das Programm von SkyDeck aufgenommen wurde.

„Wir wurden vom Global Incubator Network (GIN) empfohlen und haben uns in dem vierstufigen Prozess aus 600 Bewerbungen durchgesetzt“, erzählt Mitbegründer Codin Popescu im Gespräch mit Trending Topics. Georg Fürlinger vom Außenwirtschafts-Büro in San Francisco hat die Bewerbung begleitet und wird das Startup vor Ort unterstützen.

SkyDeck hat beispielsweise bereits das E-Scooter-Sharing-Startup Lime groß gemacht und gilt als eines der besten Accelerator-Programme der Welt. Neben Workshops und Coachings bekommen Startups von der UC Berkeley auch ein Funding von 100.000 Euro und ein Büro für ein halbes Jahr. Dafür müssen Artivive und alle anderen Teilnehmer 5 Prozent an der zu gründenden US-Niederlassung abgeben.

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Hoffen auf Seed-Investment

„Unsere Ziele für die Teilnehme an SkyDeck sind die Skalierung von Artivive und eine Expansion am US-Markt“, sagt Popescu. Am Ende des Programms steht ein Investors Day, an dem vor US-Investoren gepitcht wird und Artivive rechnet sich gute Chancen für eine Kapitalspritze aus: „Beim letzten Batch haben alle 20 Startups ein Investment bekommen und die Seed-Runden betragen üblicherweise zwischen zwei und drei Millionen Dollar“.

Obwohl Artivive für den Berkeley-Accelerator eine Niederlassung in den USA eröffnet, bleibt der Hauptstandort in Wien: „Wien ist für ArtTech ein großartiger Standort mit internationalem Renommee“, sagt der Co-Founder. Derzeit ist das Startup vor allem in Europa und in Asien aktiv. Insgesamt 6.000 Kreative nutzen die derzeit die kostenlose App, um Kunstwerke durch Augmented Reality zum Leben zu erwecken. Zwischen 300 und 400 davon bezahlen für Premium-Features, die es erst seit vergangenem November gibt.

50 B2B-Kunden

Die Umsätze im derzeit niedrigen sechsstelligen Bereich kommen aber hauptsächlich von B2B-Kunden – derzeit sind es etwa 50. In Wien hat Artivive Projekte mit der Albertina, dem Belvedere oder dem MAK – international sind Institutionen aus Shanghai oder Südkorea und auch den USA an Bord. Das Startup ist bisher aus eigener Kraft und mit einer Förderung der Wirtschaftsagentur über 150.000 Euro gewachsen. Derzeit besteht das Team international aus etwa 25 Personen. Für die Expansion hofft Artivive nun auf ein Millionen-Investment in den USA.

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