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Apple WWDC 2021: Starker Fokus auf mehr Datenschutz

Craig Federighi bei der Enthüllung von Montery © Apple
Craig Federighi bei der Enthüllung von Montery © Apple

Am Montag fand die Apple-Entwicklerkonferenz Worldwide Developers Conference (WWDC) wegen Corona zum zweiten Mal als digitale Veranstaltung statt. Der Tech-Riese nutzte die Veranstaltung, um vor allem sein neues Desktop-Betriebssystem „Monterey“ und das Smartphone-Betriebssystem iOS 15 vorzustellen. Auch angekündigt hat Apple bessere Datenschutz-Einstellungen, vor allem bei der Sprachassistenz-Software Siri.

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„Nahtloser mit Mac und iPad arbeiten“

Bei Monterey soll ein besonderer Fokus auf der Verbindung zwischen verschiedenen Geräten liegen. „Monterey ist vollgepackt mit Funktionen, die Mac-Nutzern dabei helfen, mehr zu erledigen, mit Freunden und Familie in Kontakt zu treten und nahtloser als je zuvor mit Mac und iPad zu arbeiten“, sagte Craig Federighi, Senior Vice President von Apples Softwareentwicklung. Eine solche Funktion sei „Universal Control“. Damit sollen MacBook-User mit ihrer Maus und Tastatur ein in der Nähe befindliches iPad bedienen können. Per Drag & Drop kann man Daten über Bildschirme bzw. Geräte hin und herschieben – ein beeindruckendes Feature.

Ein weiteres Monterey-Feature ist die Mac-Version des Übertragungsstandards Airplay, mit der User bald den iPhone-Bildschirm auf den Desktop übertragen können. Außerdem will Apple das iOS-Feature „Shortcuts“ auf den Mac bringen. Damit können Nutzer künftig Befehlsketten zusammenstellen. Diese Kurzbefehle lassen sich dann systemweit einsetzen. Monterey soll im Juli als Beta-Version und im Herbst in fertiger Form zum Download erhältlich sein.

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Siri funktioniert bald auch offline

Datenschutz war ein wichtiges Thema bei der WWDC. So soll Smart Assistant Siri beim neuen Smartphone-Betriebssystem iOS 15 bald für viele Anfragen keine Internet-Verbindung brauchen und sie stattdessen nur noch auf dem Gerät abwickeln. Der Browser Safari erhält außerdem ein neues Anti-Tracking-Feature namens „Intelligent Tracking Prevention“. Es soll verhindern, dass beispielsweise Cookies User durch das Netz verfolgen. Auch verbirgt die neue Funktion die IP-Adresse der User vor Trackern, was eine Identifizierung noch weiter erschweren soll.

Beim neuen Smartphone-Betriebssystem iOS 15 legt Apple besonders viel Wert auf die Videochat-Software FaceTime. Sie soll bald mit Windows- und Android-Geräten kompatibel sein. Auch will Apple künftig Anrufe mit mehreren Teilnehmern ermöglichen. Mit diesen Features geht der US-Konzern stärker in Konkurrenz zu Videokonferenz-Apps wie Zoom oder Google Meet. FaceTime soll es über eine Funktion namens „SharePlay“ außerdem ermöglichen, gemeinsam Filme anzuschauen, Musik zu hören oder den Bildschirm zu teilen. Neu ist auch die „Fokus“-Funktion, mit der User festlegen können, wann und wo sie welche Mitteilungen zu sehen bekommen wollen. So kann man etwa festlegen, zuhause keine Nachrichten zu erhalten.

Appe weiter im Clinch mit Epic Games

Die Entwicklerkonferenz fällt in eine Zeit, in der sich Apple vor Gericht wegen seiner App-Store-Praktiken verantworten muss. Der Konzern verlangt von App-Anbietern eine Gebühr zwischen 15 und 30 Prozent des erzielten Umsatzes, beispielsweise beim Abschluss von Abos oder In-App-Käufen. Der „Fortnite“-Macher Epic Games geht dagegen gerichtlich vor (Trending Topics berichtete). Der Spieleentwickler erhielt laut dem Standard dabei Rückendeckung von Facebook. Kurz vor Beginn der WWDC habe Facebook-Chef Mark Zuckerberg angekündigt, zumindest in den kommenden zwei Jahren keine Gebühren von Entwicklern von Inhalten einzufordern. Apple-Chef Tim Cook erwähnte in seiner Ansprache Epic Games nicht.

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