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Wettbewerbsbehörde

Milliardenstrafe für Apple wegen illegaler Absprachen in Frankreich

iPhone im Schaufenster eines Apple Store. © Photo by Oscar Nord on Unsplash
iPhone im Schaufenster eines Apple Store. © Photo by Oscar Nord on Unsplash

Mit satten 1,1 Milliarden Euro ist es die mit Abstand höchste Strafe, die die französische Wettbewerbsbehörde Autorité de la Concurrence jemals gegen ein einzelnes Unternehmen ausgesprochen hat. Die Summe, die die Behörde dem iPhone-Konzern aufgebrummt hat, soll dafür entschädigen, dass sich Apple mit zwei Großhändlern abgesprochen und dadurch den Markt gleichgeschaltet haben soll. Bei den beiden anderen Firmen handelt es sich um die beiden Großhändler Tech Data und Ingram Micro.

Apple soll durch Absprachen dafür gesorgt haben, dass seine Geräte bei spezialisierten Apple-Händlern nicht günstiger als in seinen eigenen Stores verkauft werden konnten. Dabei geht es nicht um iPhones, aber um allerlei andere Geräte wie etwa iPads. Die beiden erwähnten Großhändler, Tech Data und Ingram Micro, kommen mit Strafen von „nur“ 63 bzw. 76 Millionen Euro davon.

Apple widerspricht

Apple will gegen das Urteil, das am Montag verkündet wurde, Einspruch erheben. Die Strafe würde über ein Jahrzehnt alte Geschäftspraktiken betreffen. Ausgelöst wurde die Untersuchung der französischen Wettbewerbsbehörde durch eine Beschwerde des Apple-Händlers eBizcuss 2012. Dieser zog sich damals aus dem französischen Markt zurück.

Apple ist neben Google somit das nächste US-Unternehmen, dass in Europa Milliardenstrafen aufgebrummt bekommt. Bisher wurde vor allem Google als Vertreter von „Big Tech“ ins Visier genommen. In den letzten Jahren musste der Konzern drei Verfahren Strafen der EU-Kommission von insgesamt mehr als acht Milliarden Euro einstecken.

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