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Ab Herbst

Apple TV+: Pros und Cons

Steven Spielberg partnert mit Apple. © Apple
Steven Spielberg partnert mit Apple. © Apple

Mehr als 600 Millionen Kunden gibt es weltweit, die für einen Video-Streaming-Dienst bezahlen, bei stark wachsender Tendenz. Da will Apple natürlich nicht fehlen, schon gar nicht zu einer Zeit, in der die iPhone-Verkäufe stagnieren und man sich neue Erlösquellen suchen muss.

Mit Apple TV+ hat Tim Cook einen neuen Dienst angekündigt, der sich mit Netflix, Hulu, Amazon Prime Video und Co messen muss. Im Herbst soll er starten, wie viel er kosten wird, steht noch nicht fest. Apple hat jedenfalls eine ganze Reihe an Stars für den Streaming-Dienst gewonnen, die Content produzieren werden.

1. Star-Aufgebot (Pro)

Mit einer milliardenschweren Kriegskasse kann man die Stars holen. Apple hat folgende Prominenz für sich gewonnen, die exklusive Filme und Serien vor und hinter der Kamera produzieren werden. Das wird im Heimatmarkt USA ordentlich ziehen:

  • Oprah Winfrey
  • Steven Spielberg
  • Jennifer Aniston
  • Reese Witherspoon
  • Steve Carell
  • Octavia Spencer
  • J.J. Abrams
  • Jason Momoa
  • M. Night Shyamalan
  • Jon M. Chu

2. Reichweite (Pro)

Apple TV+ wird über die neue Apple TV-App auf iPhones, iPads und Macs sowie auf einer Reihe von Flat-TVs von Samsung, LG und Sony vorinstalliert werden. Das gibt dem Konzern eine potenzielle Reichweite von mehr als einer Milliarde Kunden. Wenn nur jeder zehnte sich Apple TV+ nimmt, hätte der neue Dienst auf einen Schlag 100 Millionen Nutzer. Zum Vergleich: Netflix hat sich über viele Jahre hinweg rund 140 Millionen Nutzer aufgebaut.

3. Lokalisierte Inhalte (Con)

Netflix investiert viel Geld, um mit lokalen Filmproduzenten Content zu produzieren, der zu regionalen Geschmäckern passt (z.B. „Dogs of Berlin“ in Deutschland, „Haus des Geldes“ in Spanien) und national bekannte Schauspieler auf den Bildschirm bringt. Bei Apple sieht es derzeit stark nach USA aus. Das mag Hollywood-Fans gefallen, doch bei lokalisierte Inhalten wird weiter Netflix punkten.

4. Bündelung (Pro)

Amazon könnte es Apple mit seiner Bündelung von verschiedenen Dienste bei „Prime“ (Video + Musik + Bücher + Lieferung) vormachen. Apple könnte es Kunden noch schmackhafter machen, sich den Streaming-Dienst zu nehmen, indem es ein Paket schnürt, das neben Apple TV+ auch Apple Music und iCloud beinhaltet.

5. Inhalte (Con)

Steven Spielberg, J.J. Abrams und Co werden exklusive Filme und Serien für Apple produzieren. Doch bis dato gibt es nicht einmal echte Trailer – es ist also völlig offen, wie gut diese Inhalte sind, die sich Apple einkauft. Netflix oder HBO haben bereits viele Emmys für ihre Serien gewonnen, während Apple mit seiner hauseigenen Show „Planet of the Apps“ keinen Erfolg hatte und sie nach einer Staffel wieder absetzte – trotz Staraufgebot (Jessica Alba, Gwyneth Paltrow, Gary Vaynerchuk und will.i.am).

6. Neue Konkurrenten (Con)

Netflix, Amazon Prime Video und Hulu kennt man schon – doch in den nächsten Jahren werden Disney, NBCUniversal (Comcast) und Warner Media (AT&T) gleich drei neue Streaming-Dienste auf den Markt bringen. Diese werden vor allem im Heimatmarkt USA ebenfalls um die Kundschaft rittern und Apple TV+ versuchen, die Kunden abspenstig zu machen. Ein schwieriger, schon sehr voller Markt also.

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