Neue Regeln

Apple räumt auf: Österreichische Apps mit überlangen Namen riskieren, aus dem App Store zu fliegen (Update)

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© Flickr/PhotoAtelier (CC BY 2.0)
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Im Zuge der Präsentation des neuen iPhone morgen Mittwoch wird Apple auch damit beginnen, im App Store aufzuräumen. Ziel ist, das Angebot für die Nutzer qualitativer zu gestalten und etwa vernachlässigte Apps aus dem Store zu werfen. Die neuen Regeln, die ab 7. September gelten, sehen auch vor, dass überlange Namen für Apps nicht mehr erlaubt sind. Maximal sind künftig nur mehr 50 Zeichen (inklusive Leerzeichen) erlaubt. Bisher waren bis zu 255 Zeichen möglich. Wer sich nicht an diese neuen Regeln hält, riskiert, dass seine App deaktiviert wird.

Wie eine Statistik des Wiener Analyse-Dienstes APPlyzer (mehr dazu hier) aufzeigt, ist von dieser neuen Regel das Gros aller Apps betroffen. Bei den Top 100 kostenpflichtigen Apps in Österreich erfüllen 71 Prozent die neuen Regeln, bei den Top 100 Gratis-Apps sind es nur 83 Prozent. Lange App-Namen (manchmal mit mehr als 200 Zeichen) werden von Entwicklern gerne dazu verwendet, um ASO (App Store Optimization) zu betreiben und Apps in der Suche einfacher auffindbar zu machen. Dieser Praxis will Apple nun offenbar Einhalt gebieten.

© APPlyzer
© APPlyzer

Auch österreichische Anbieter betroffen

Eine der prominentesten Apps, die ihren Namen ändern muss, ist „Google Maps- Verkehr, öffentlicher Verkehr, nahegelegene orte und real time navigation“  mit 86 Zeichen. Wie APPlyzer zeigt, sind auch große Apps aus Österreich von den Änderungen betroffen. Einige Beispiele:

  • Runtastic Road Bike GPS Fahrradcomputer, Touren & Routen Tracker (62 Zeichen)
  • Shpock boot sale & classifieds app for beautiful things (55 Zeichen)
  • willhaben.at – Marktplatz, Immobilien, Gebrauchtwagen, Jobs (59 Zeichen)
  • Parken Wien – Kurzparkzonen Wien mit SMS Parkticket (51 Zeichen)

Mit dem Vorgehen gegen überlange App-Namen macht Apple ASO schwerer. Das aus gutem Grund: Denn bald sollen App-Entwickler für die gute Platzierung in den Suchergebnissen bezahlen können, mit Betitelungs-Tricks wird künftig nicht mehr so viel gehen wie bisher. Runtastic-CEO Florian Gschwandtner, Shpock-Mitgründer Armin Strbac und willhaben.at haben bereits verkündet, dass man auf die Änderungen reagiert hat:

Hundertausende Apps betroffen

Einem Bericht von Techcrunch zufolge sollen von den 2,1 Millionen derzeit im App Store verfügbaren Apps etwa 50 Prozent seit Mai 2015 nicht mehr aktualisiert worden sein. Ein Viertel aller Apps wurde sogar seit dem November 2013 nicht mehr upgedatet. Insgesamt gibt es 328.000 Apps, die seit drei Jahren nicht mehr aktualisiert wurden. Je älter eine App ist, die nie ein Update bekommen hat, umso größer ist die Gefahr für sie, von Apple deaktiviert zu werden.

 

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