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Firmenübernahme

Apple: 200 Millionen US-Dollar für KI-Startup

© xnor.ai @Youtube
© xnor.ai @Youtube

Apple war shoppen: Der Technik-Riese aus Cupertino hat sich die KI-Firma Xnor.ai unter den Nagel gerissen. Geschätzter Kostenpunkt: Rund 200 Millionen US-Dollar. Xnor.ai ist ein Spezialist für sogenannte On-Device-KI, die direkt auf dem Gerät – und nicht etwa in einer Cloud – arbeitet. Was Apple mit dem Startup vor hat, ist allerdings noch nicht bekannt.

Den Kollegen von Geekwire gegenüber verlautbarte Apple lediglich folgendes Statement: „Apple kauft von Zeit zu Zeit kleinere Technologieunternehmen und wir diskutieren im Allgemeinen nicht über unsere Absichten oder Pläne.“ Wenig Informationen seitens Apple also, ein paar Details zu Xnor.ai sind dafür aber bekannt. Mit dem Sicherheitskamera-Hersteller Wyze hat Xnor.ai beispielsweise einen bekannten Kunden. Durch die On-Device-KI will Xnor.ai außerdem möglichst datenschutzfreundlich arbeiten, was für Apple wiederum sehr interessant sein dürfte. Der iPhone-Hersteller will in datenschutzrechtlichen Belangen weiter führend bleiben, eine lokale KI wäre dafür ein wichtiger Schritt.

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On-Device-Siri geplant?

Wie Geekwire weiter in Erfahrung gebracht haben will, dürfte der Kauf rund 200 Millionen US-Dollar verschlungen haben. Für Apple ist das an und für sich nicht viel Geld. Bislang hat man aber nur äußerst selten derart große Summen in Startups investiert. Rund 70 Mitarbeiter hatte Xnor.ai zuletzt, ob alle übernommen werden, ist nicht bekannt.

In einem Werbevideo wird erklärt, dass Xnor.ai einen vollständigen Schutz der Daten garantiert, die Onboard-KI im Vergleich zu einer Online-Lösung aber Speicherplatz und Akkukapazität einsparen soll. Denkbar wäre beispielsweise, dass Apple Siri um Offline-Funktionen erweitert oder der nächsten Apple Watch eine lokale KI spendiert. Mittlerweile sind auf der Homepage des Startups sämtliche Inhalte verschwunden, einzig eine Mailadresse ist noch hinterlegt.

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Xnor.ai hatte den Firmensitz bislang in Seattle. Gegründet wurde das Startup mit Hilfe des Inkubators AI2 vom 2018 verstorbenen Microsoft-Mitbegründer Paul Allen.

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