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App Radar aus Graz übernimmt den spanischen Rivalen TheTool

Silvio Peruci und Thomas Kriebernegg bilden die Geschäftsführung von App Radar. © App Radar
Silvio Peruci und Thomas Kriebernegg bilden die Geschäftsführung von App Radar. © App Radar

Derzeit gehen die Startups weg wie die warmen Semmeln. Gerade hat der Grazer App-Marketing-Spezialist App Radar bekannt gegeben, den spanischen Mitbewerber TheTool zu übernehmen. Beide Jungfirmen sind darauf spezialisiert, mit Hilfe von Daten die Apps ihrer Kunden für die App Stores zu optimieren. Die 400 Kunden von TheTool werden von App Radar übernommen, Silvio Peruci und Thomas Kriebernegg bilden jetzt gemeinsam die Geschäftsführung von App Radar.

Für Kriebernegg, der App Radar 2015 gemeinsam mit Christian Janesch gründete, ist es der erste Zukauf einer anderen Firma. „Die App-Analyse-Features von TheTool sind ein wichtiges Puzzleteil, um unseren Kunden ein ganzheitliches Produkt für sämtliche Aspekte des App Marketings zu bieten. Die Übernahme ist lediglich ein erster Schritt in die richtige Richtung“, so Kriebernegg. „Dank unserer kontinuierlichen Produktentwicklung werden wir unser Produktportfolio immer wieder an die Bedürfnisse unserer Nutzer anpassen und durch die Expansion unseres Europageschäfts, mit Schwerpunkt Deutschland und Großbritannien, auch in Zukunft weiterhin auf Wachstum setzen.“

Sechsstellige Summe für Asset-Deal

Bei der Übernahme handelt es sich um einen Asset-Deal. App Radar übernimmt Produkt, Webseite und Kunden von TheTool um einen sechsstelligen Betrag. Der bisherige Eigentümer Daniel Peris hat noch eine App-Agentur in Spanien, auf die er sich weiterhin fokussieren möchte. Krieberneggs Team war eigentlich gar nicht auf der Suche nach einer Übernahmemöglichkeit, vielmehr trat Peris an die Grazer heran. „Wir waren nicht aktiv auf Suche“, so Kriebernegg, aber nach einigen Verhandlungen hätte man sich einigen können.

Dass es durch die Corona-Krise derzeit Schnäppchen am Markt gibt, zeigt sich im Bereich Mobile Marketing nicht. „Der App-Markt ist weiter stark am Wachsen. Das bedeutet prinzipiell, dass die meisten Player davon profitieren“, so Kriebernegg. Der Deal hätte sich dann Ende des dritten Quartals 2020 angebahnt.

Im Markt für Mobile Marketing sieht man sich mit dem Zukauf gut aufgehoben. Dort ist derzeit ohnehin viel Dynamik drinnen. So wurde kürzlich erst Adjust durch Applovin um eine Milliarde Dollar gekauft, Blackstone investierte 400 Millionen Dollar in LiftOff. Der App-Markt ist mit einem Quartalsumsatz von fast 32 Milliarden Dollar Ende 2020 größer als jemals zuvor, insofern wird auch der Bedarf an entsprechenden Lösungen, die dabei helfen, Apps bekannter zu machen und in den App Stores besser zu positionieren, immer größer.

 

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