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Anti-Terror-Razzia auch bei „Groß-Investor mit 70 Startup-Beteiligungen“

Symbolbild für Wien bei Nacht. © Simon Berger on Unsplash
Symbolbild für Wien bei Nacht. © Simon Berger on Unsplash

Eine Razzia im Dunstkreis der Muslimbrüder und der Hamas, bei der es zwar keine Festnahmen, aber bei der 25 Millionen Euro in bar sichergestellt wurden, betrifft offenbar auch die österreichische Startup-Szene. Das berichtet das Ö1 Morgenjournal in seiner heutigen Ausgabe am Mittwoch. Dem Bericht zufolge, der erste Details zu den Hausdurchsuchungen während der „Operation Luxor“ bringt, soll auch ein „Startup-Investor“ ins Visier genommen worden sein.

930 Einsatzkräfte waren in vier Bundesländern im Einsatz – und sollen dabei dem Ö1-Bericht auch bei einem „Groß-Investor, der an rund 70 Startup-Unternehmen in Österreich beteiligt sein soll“, eine Hausdurchsuchung durchgeführt haben. Mehr Informationen gibt es dazu zur Zeit nicht. Gemeint ist dabei wahrscheinlich, dass der Investor aus Österreich kommt bzw. den Sitz in Österreich hat und die Investments auch in anderen Ländern hat.

Ö1 bezieht sich auf Informationen aus Ermittlerkreisen. Jedenfalls laufen die Ermittlungen bei der „Operation Luxor“ (zuvor „Ramses“) seit dem zweiten Halbjahr 2019, ermittelt wird wegen dem Verdacht auf Terrorismusfinanzierung, Bildung einer terroristischen bzw. kriminellen Vereinigung und Geldwäsche.

Neben dem Groß-Investor sollen auch sieben Immobilienfirmen, drei Stiftungen und sechs islamische Kulturvereine Besuch von den Ermittlern bekommen haben. Eine der Stiftung gehört einem ehemaligen Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft. Auch zwei angebliche Mitgründer der Muslimbrüderschaft sollen dabei mit Hausdurchsuchungen bedacht worden sein.

Bei der Operation wurden Durchsuchungen in mehr als 60 Wohnungen, Wohnhäusern, Geschäfts- und Vereinsräumen in der Steiermark, in Kärnten, Niederösterreich und in Wien am Montag durchgeführt. Auch eine bekannte Moschee in Graz war ein Ziel der Aktion. Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) bezeichnete die Razzien als „Schlag gegen Nährboden des Extremismus“. Die Razzia fand eine Woche nach dem blutigen Attentat in der Wiener Innenstadt statt. Am Dienstag, also gestern, folgte auch eine Razzia gegen Rechtsextreme.

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