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Angel Investing Report 2020: „Überdurchschnittlich viel Mittel für Startups“

Laura Egg, Geschäftsführerin der aaia. © Trending Topics
Laura Egg, Geschäftsführerin der aaia. © Trending Topics

Gestern wurde der Angel Investing Report für das Jahr 2020 vorgestellt. Die Erhebung von aaia und aws zeigt: Im vergangenen Jahr haben Business Angels „überdurchschnittlich viel Mittel“ für Startups bereitgestellt. Auch die Prognosen für dieses Jahr sind gut.

130 befragte Business Angels

Für die Insights seien über 130 österreichischen Business Angels befragt worden, 87 Prozent davon wollen auch in diesem Jahr wieder investieren. Bereits über ein Drittel der österreichischen Startups setzt damit bereits auf die Unterstützung und Expertise von Business Angels, heißt es von aaia und aws. Laura Egg, Managing Director der Austrian Angel Investors Association: „Das Jahr 2020 war besonders spannend, um das Investmentverhalten in Krisen zu erfassen. In der Gegenüberstellung mit dem Angel Investing Report 2018 wird zudem die Entwicklung der Angel Investing-Szene in Österreich mess- und sichtbar.“

Beliebte Phasen, beliebte Branchen

Die Zahlen sind durchaus spannend. So gibt es klare Präferenzen bei der Startup-Phase, 70 Prozent der befragten Personen investieren in Startups, die sich in der Seed-Phase befinden und bereits über einen Prototypen verfügen. Die beliebtesten Branchen: Software (53%), Health Tech/Life Science (44%) und Internet/E-Commerce (43 %). Angelegt wird mittelfristig auf im Schnitt drei bis sieben Jahre, 58 Prozent der Investorinnen und Investoren hätten zudem bereits einmal „einen erfolgreichen Exit mit deutlicher Wertsteigerung“ verzeichnen können. Der „typische österreichische Business Angel“ ist dem Report zufolge übrigens zwischen 45 und 54 Jahre alt, männlich, hält ein bis fünf Investments in seinem Portfolio und investiert 50.000 Euro bis 100.000 Euro in Startups.

Große Erwartungen an 2021

2020 war in dieser Hinsicht also gut, „die Investor:innen scheinen sich an die neue Normalität gewöhnt zu haben“, heißt es im Bericht. Die Zahlen würden zudem auf eine hohe Investitionsbereitschaft im Jahr 2021 hindeuten. Mehr als 87 % möchten demnach „in mindestens ein Startup“ im Jahr 2021 investieren und rund 40 Prozent der Business Angels erwarten „mindestens einen Exit“ für 2021. Allerdings prognostiziert rund die Hälfte der Investorinnen und Investoren auch „langfristige finanzielle Schwierigkeiten aufgrund der Krise“ für einige Portfoliounternehmen.

Carina Margreiter, aws i2 Business Angels Programm Managerin, ist jedenfalls überzeugt, dass künftig noch mehr Business Angels in heimische Startups investieren werden. Das aws stehe mit Rat und Tat zur Seite: „Als aws unterstützen wir sowohl Business Angels als auch Startups, indem wir sie im Rahmen des aws i2 Business Angels Programms verbinden. Wir sehen, wie wichtig Business Angels für unser Startup-Ökosystem sind. Unser Investor:innen-Netzwerk wächst jedes Jahr und wir sind sicher, dass noch viele erfolgreiche Business Angel-Investments kommen werden.“

Warum sind Business Angels manchmal auch Teufel, Florian Kandler?

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