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Android 6.0: Diese 9 Funktionen bringt „Marshmallow“ App-Entwicklern und ihren Nutzern

Android bringt Marshmallow. © Google
Android bringt Marshmallow. © Google

Für viele App-Entwickler ist heute ein spannender Tag. Denn in der Nacht auf Dienstag hat Google nicht nur bekannt gegeben, dass Android 6.0 den Spitznamen „Marshmallow“ bekommen hat, sondern auch das finale Android 6.0 SDK zum Download via Android Studio freigegeben. Das bedeutet, dass Entwickler ab heute ihre Apps auf das mobile Betriebssystem anpassen können, das im Herbst auf den Markt kommen soll und dann voraussichtlich die Flaggschiff-Geräte der Hersteller von Android-Smartphones und -Tablets antreiben wird. Sollte man bereits eine fertige Marshmallow-App (API-Level 23) haben, kann man diese ab sofort im Play Store einreichen. Wer noch testen will, der kann sich Emulator und Developer Preview System für die Geräte Nexus 5, Nexus 6 und Nexus 9 besorgen. Die Neuerungen im Detail:

1. Neue Berechtigungen für Apps

Kamera, GPS, Mikrofon etc.: Wenn man Android-Apps bisher installiert hat, dann hat die neue Software am Smartphone gleich zu Beginn beim Nutzer alle Berechtigungen für Zugriffe auf Funktionen und Daten eingeholt, die sie für den späteren Betrieb. Bei Android 6.0 ändert sich das, und die Zugriffsberechtigungen werden erst eingeholt, wenn sie die App braucht. Mehr zu den neuen Permissions findet sich hier.

2. Neue Funktionen zum Stromsparen

Unter Android 6.0 gibt es zwei neue Funktionen, die den Akku schonen sollen. Der „Doze“-Modus fährt ein Android-Gerät in eine Art Schlafmodus, wenn es nicht am Strom hängt und (vermutlich ungenutzt) bei abgedrehtem Bildschirm ruhig herumliegt und nicht bewegt wird. Ein neues „App Standby“ fährt die Prozesse einer laufenden App auf ein Minimum, wenn sie vom Nutzer länger nicht verwendet wird.

3. SD-Karten wie Flash-Speicher nutzen

Das Ärgernis bei Android, oft geladene Apps nicht auf die SD-Karte, sondern nur auf den internen Speicher legen zu können, soll beseitigt werden. SD-Karten werden jetzt so verschlüsselt und formatiert, dass sie genauso genutzt werden können wie der interne Speicher.

4. Automatisches Back-up für Apps

Android M bietet fortan die Möglichkeit, Back-ups für Apps und die darin gespeicherten Daten und Einstellungen automatisch auf Google Drive durchzuführen. Back-ups werden alle 24 Stunden durchgeführt, wenn das Android-Gerät am Strom hängt und die Internetverbindung via WLAN-Netz bezieht. Wenn man dann sein Smartphone wechselt oder es zurücksetzen musste, dann kann man so sehr einfach seine davor genutzten Apps wieder herstellen.

5. Bessere Unterstützung für App Links

App-Entwickler können unter Android 6.0 einfacher Links zwischen Apps herstellen. So wie man es im Web gewohnt ist, soll man dann einfach mit einem Klick auf einen Link zwischen zwei Apps hin und her springen können, ohne dazwischen gefragt zu werden, ob man denn nun die andere App öffnen möchte oder doch lieber auf die korrespondierende mobile Webseite im Browser springen würde.

6. Neue Testmöglichkeiten für App-Entwickler

Damit Developer die Arbeit mit Android und an ihren Apps erleichtert wird, bietet Google fortan einen Testing Guide sowie Testing Display Performance an. Mit letzterem sollen Entwickler gewährleisten können, dass ihre Apps schön flüssig auf Displays dargestellt werden.

7. Native Unterstützung für Fingerabdrucksensor

iPhone-Nutzer kennen das schon von Touch ID – sie können etwa ihr Smartphone mit dem Fingerabdruck entsperren, App-Downloads bestätigen oder sich in passwortgeschützte Apps wie Evernote, Number26 oder mygeorge der Erste Bank einloggen, in den USA kann man mobile NFC-Zahlungen via Apple Pay damit freigeben. Bei Android 6.0 wird eine ähnliche Funktion zur Erfassung des Fingerabdrucks nativ dabei sein. Spannend wird sein, welche Geräte davon Gebrauch machen. Samsung hat etwa in seinen aktuellen Flaggschiffen der Galaxy-Reihe (z.B. S6) Fingerprint-Leser verbaut. Künftig könnte die Technologie also in noch mehr Android-Geräten zu finden sein, um damit im Play Store odr via Android Pay zu bezahlen. Auch Dritt-Apps sollen auf den Fingerprint-Snsor zugreifen können.

8. Bezahlen mit Android Pay

Auch in diesem Punkt ist Google dem Konkurrenten Apple (“Apple Pay”) etwas nach. Android 6.0 unterstützt “Android Pay”, das allerdings derzeit nur in den USA verfügbar ist und dort Partner wie Best Buy oder Mc Donald´s hat. Wann es nach Europa kommen wird, ist derzeit nicht fix. Außerdem hat der derzeit größte Android-Hersteller, Samsung, mit Samsung Pay sein eigenes mobiles Bezahlsystem auf den Markt gebracht, das in Europa in Kooperation mit Mastercard ausgerollt wird – ein genauer Zeitpunkt und eine Liste von Ländern gibt s aber noch nicht.

9. Google Now on Tap

Fix an Bord bei Android 6.0 ist “Google Now on Tap”: Indem man lange auf Home-Button drückt, kann man nun den intelligenten Assistenten aufrufen und ihm Befehle geben (ähnlich wie bei Apples Siri). Das funktioniert dann auch für Dritt-Apps, man kann dann z.B. “Ok Google, play Sugar on Spotify” sagen, und der Assistent sollte den Befehl dann ausführen. Auch anderen Apps wie WhatsApp, Yelp oder OpenTable soll man so direkte Anweisungen geben können und nicht mehr nur den Google-eigenen Diensten.

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