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E-Autos: Analyse sieht VW schnell zu Tesla aufholen

Produktion des Volkswagen ID.3. © Volkswagen AG
Produktion des Volkswagen ID.3. © Volkswagen AG

Analysten der Schweizer Großbank UBS halten Volkswagen im Rennen um den neuen Markt für Elektroautos „voll konkurrenzfähig“ mit dem Weltmarktführer Tesla. Die MEB-Plattform (kurz für „Modularer E-Antriebs-Baukasten“) des deutschen Autobauers sei kostenseitig auf Augenhöhe mit dem US-Hersteller und weise „erstklassige Energiedichte, Effizienz und Skalierbarkeit“ auf.

Hinter Tesla hinkt Volkswagen aber noch bei Batterien und bei Software hinterher. 1.300 US-Dollar pro Auto liegen die Deutschen pro Wagen im Schnitt hinter den Amerikanern. Tesla ist bekannt dafür, dass sie sehr viel Geld in die Entwicklung von neuen, leistungsstarken Akkus investieren, aber Volkswagen will nicht hinterher fallen. Kommende Woche gibt es am „Power Day“ des deutschen Konzerns möglicherweise Neuigkeiten in Sachen Batteriezellenproduktion.

„Negativer Deckungsbeitrag“: Volkswagen zahlt bei Elektroautos noch drauf

Auch bei der Software soll Volkswagen noch Jahre hinter Tesla liegen – doch auch da gibt es Fortschritte. Zuletzt wurde angekündigt, dass die neuen Modelle ID.3 und ID.4 künftig „Over the Air“-Updates bekommen werden – Software-Updates also wie beim Smartphone aus dem Netz geladen werden und keine Rückkehr in eine Werkstatt mehr notwendig ist.

In Sachen Absatz sehen die UBS-Analysten Volkswagen bereits 2022 zu Tesla aufholen. Im nächsten Jahr könnten beide Unternehmen bereits jeweils 1,2 Millionen Elektrofahrzeuge verkaufen. Zum Vergleich: 2020 schaffte Tesla knapp 500.000 verkaufte E-Autos, Volkswagen etwa 134.000. Durch die stark angekurbelte Produktion sollen sich diese Zahlen vervielfachen.

Europa und China entscheidend

In einigen europäischen Märkten konnte sich Volkswagen zuletzt mehr Marktanteile sichern als Tesla – sie liegen zwischen 20 und 25 Prozent. „In den Niederlanden und Deutschland schaffte die Marke Volkswagen im Gesamtjahr 2020 den Sprung auf Platz eins unter den vollelektrischen Fahrzeugen – mit einem Anteil in Deutschland von 23,8 Prozent am BEV-Markt und 23 Prozent in den Niederlanden“, hieß es zuletzt aus Wolfsberg.

Entscheidend für das Rennen um die Marktführerschaft bei E-Autos ist neben Europa natürlich China – das Reich der Mitte ist der größte Markt für Elektroautos vor Europa. Kein Wunder, dass Tesla in Shanghai eine eigene Fabrik hingestellt hat, um von dort den riesigen Markt zu bedienen. Doch mit VOlkswagen muss man in China ebenfalls rechnen. Bei den Automarken des Volkswagen-Konzerns beträgt der Anteil des China-Geschäft inzwischen etwas mehr als 40 Prozent.

Volkswagen verkaufte 2020 fast vier Mal weniger E-Autos als Tesla

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