Channel

Startups

Investment

Amazon steigt beim britischen Liefer-Startup Deliveroo ein

Moped-Boten im Auftrag von Deliveroo. © Deliveroo
Moped-Boten im Auftrag von Deliveroo. © Deliveroo

Mit Amazon Restaurants UK hat der US-Online-Riese zwischen 2016 und 2018 versucht, in den europäischen Food-Delivery-Markt einzusteigen – sich dann aber wieder zurück gezogen. Jetzt versucht Jeff Bezos es auf anderem Weg: Amazon ist der größte Investor in einer neuen, 575 Millionen Dollar schweren Investmentrunde in das britische Liefer-Startup Deliveroo von Gründer Will Shu.

„Von Kunden besessen“

Neben Großbritannien ist Deliveroo in 500 Städten den Märkten Australien, Belgien, Frankreich, Deutschland, Hongkong, Italien, Irland, den Niederlanden, Singapur, Spanien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Taiwan präsent und zählt zu den am stärksten wachsenden europäischen Unternehmen. Nutzer sollen weltweit von mehr als 80.000 Restaurants bestellen können. 2.500 Angestellte stehen 60.000 Lieferanten gegenüber, die oft per Fahrrad oder Moped ausliefern und pro Botendienst bezahlt werden.

„Amazon war für mich persönlich und für das Unternehmen eine Inspiration, und wir freuen uns darauf, mit einer so Kunden-besessenen Organisation zusammenzuarbeiten“, so Shu über das Investment. Neben Amazon haben die bestehenden Investoren T Rowe Price, Fidelity Management and Research Company und Greenoaks in der Runde investiert. Bisher hat Deliveroo rund 1,5 Milliarden Dollar Investment bekommen – auch, um die globale Expansion zu finanzieren, die ordentliche Verluste verursacht.

Rennen gegen Delivery Hero und Takeway.com

Deliveroo steht in Europa vor allem mit zwei anderen Firmen in Konkurrenz: Delivery Hero aus Berlin, zu der auch Mjam aus Österreich gehört, und Takeway.com aus den Niederlanden. Diese beiden Firmen sind mittlerweile eng miteinander verflochten. Delivery Hero hat Ende 2018 sein gesamtes Deutschland-Geschäft – inklusive Lieferheld, Foodora und Pizza.de – für etwa eine Milliarde Euro an Takeaway.com verkauft. In Zuge dessen wurde aus Foodora in Österreich Mjam Plus, lieferservice.at wiederum gehört Takeaway.com.

Während die Niederländer sich mit den zugekauften Marken Lieferheld und Foodora um den deutschen Markt kümmern, will Delivery Hero vor allem international wachsen. Und da wird es spannend sein, wie sich das Unternehmen gegen Deliveroo behapten wird, das jetzt mit Amazon im Rücken von Großbritannien weiter expandieren will.

Springe zu:

Ganzen Artikel lesen