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Amazon Scout: Lieferroboter werden Realität – aber sicher nicht überall

Branchenkenner werden jetzt denken: So etwas hat doch bereits das europäische Startup Starship Technologies der beiden Skype-Mitgründer Ahti Heinla and Janus Friis vor drei Jahren gezeigt. Das hält den Internet-Riesen Amazon jedoch nicht davon ab, sehr ähnliche Liefer-Roboter ab sofort im US-Bundesstaat Washington im ländlichen Snohomish County nahe Seattle zu testen.

Der Liefer-Roboter hört auf den Namen „Scout“, fährt im Schritttempo auf sechs Rädern und kann einige kleinere Pakete in sich aufnehmen. Am Gehsteig kann das Fahrzeug mit Hilfe von Sensoren Fußgängern, Fahrzeugen und Tieren ausweichen. Im Testbetrieb werden sechs Scouts Snohomish County eingesetzt – unter bestimmten Voraussetzungen. Sie müssen von einem Amazon-Mitarbeiter begleitet werden, dürfen nur bei Tageslicht fahren und sind nur an Wochentagen im Einsatz.

App öffnet Laderaum

Da Scout keine Stiegen steigen und Türen öffnen kann, ist der Roboter nur in Gebieten mit Einfamilienhäusern im Einsatz. Der Kunde muss auf die Straße hinaus, kann dann via App den Kofferraum des Gefährts öffnen und die Pakete herausnehmen. Für Amazon soll sich der Einsatz dieser Lieferroboter mittelfristig rentieren. Gerade für kleine Lieferungen am selben Tag sollen sie so menschliches Personal, Lieferwägen und Energie sparen helfen.

Wie Postboten und Lieferdiensten mit vielen Angestellten Amazons Test aufnehmen, bleibt abzuwarten. Fix ist jedenfalls, dass Scout viele Dinge nicht kann, die ein Mensch kann – etwa an einer Klingel läuten, um sich anzukündigen, Postkästen öffnen, Stiegen steigen oder Türen öffnen.

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