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Amabrush: 15 Dinge, die du über die Wiener Neuerfindung der Zahnbürste wissen musst

Das neue Design der Amabrush. © Amabrush
Das neue Design der Amabrush. © Amabrush

Der Wiener Marvin Musialek ist einer der Überraschungs-Gründer des Jahres 2017. Quasi aus dem Nichts tauchte plötzlich im Sommer 2017 eine Kickstarter-Kampagne für eine neuartige Zahnbürste namens Amabrush auf, an der der 30-Jährige seit 2015 arbeitete. In zehn Sekunden saubere Zähne mit einem vibrierenden Mundstück, das im Griff auch gleich die Zahnpasta integriert hat. Musialek eroberte die Herzen der Kickstarter-Gemeinde im Sturm und sammelte für sein Projekt mit einem Schlag mehr als drei Millionen – und dann bei Indiegogo noch einmal zusätzliche 4,7 Millionen Euro – ein, um seinen Prototypen zum marktreifen Produkt zu entwickeln.

1. Wie funktioniert Amabrush?

Amabrush wird als „weltweit erste vollautomatische Zahnbürste“ beworben, die für saubere Zähne in nur 10 Sekunden sorgen soll. Dazu nimmt man das Mundstück der Bürste in den Mund. Die darauf angebrachten Borsten vibrieren mit 40.000 Schwingungen pro Minute, gleichzeitig schäumt ein integrierter Mechanismus die Zahnpasta, die in einer Kapsel im Handgriff untergebracht ist, auf und liefert diese direkt zu den Zähnen. Die Borsten sollen sich jedem Gebiss anpassen können, das Gerät soll man auch bei Zahnspangen verwenden können.

Das Amabrush-Mundstück. © Amabrush
Das Amabrush-Mundstück. © Amabrush

2. Wie lange muss man „bürsten“?

Amabrush zufolge reicht es, das Mundstück für lediglich zehn Sekunden pro Putzvorgang in den Mund einzusetzen. Die Zahnpasta-Menge wird dabei automatisch dosiert.

3. Braucht das Gerät Strom?

Ja. Bei den Starter-Sets sind induktive Ladestationen im Preis inkludiert, die den Akku der Bürste kabellos laden (wie man es von elektrischen Zahnbürsten schon lange kennt). Ist der Akku voll geladen, soll er für einen ganzen Monat Betrieb reichen.

Die Amabrush-Ladestation. © Amabrush
Die Amabrush-Ladestation. © Amabrush

 

4. Wieviel kostet das Gerät?

Wer Amabrush vorbestellt, bekommt das Gerät zu einem günstigeren Preis: Das Basis-Set um 120 Euro, die Version mit Bluetooth um 140 Euro und die Variante mit Bluetooth und einem Behälter für Reisen um 170 Euro. Wenn die Vorbestellungsphase vorbei ist, sollen die Geräte jeweils 60 bis 70 Euro teurer werden, als 180, 200 bzw. 240 Euro kosten. Bezahlen kann man mit Kreditkarte, PayPal oder via Sofortüberweisung auf der Webseite. Das Gerät hat neben der gesetzlichen Gewährleistung zwei Jahre Garantie. Geliefert wird zum Start in allen Ländern der EU, Island, Norwegen, Liechtenstein und in die Schweiz.

5. Gibt es Amabrush bereits zu kaufen?

Nein. Amabrush kann man derzeit nur vorbestellen. Ursprünglich hätten die ersten Geräte im Februar 2018 ausgeliefert werden sollen, allerdings hat sich der Liefertermin auf das dritte Quartal 2018 verschoben. Der Firma zufolge will man die Geräte auf qualitativem Level herstellen, deswegen hätte man sich Zeit bei der Entwicklung gelassen. Außerdem wurde im März 2018 noch der Vertrag mit dem Lieferanten besiegelt.

6. Wann wird Amabrush endlich ausgeliefert?

Amabrush zufolge sollen die ersten Vorbesteller im dritten Quartal 2018 mit den Geräten versorgt werden. Ein genaues Datum gibt es noch nicht.

7. Welche Zahnpasta braucht man dafür?

Für die Amabrush-Bürste braucht man eigene Zahnpasta-Kapseln, die man online bestellen kann. Eine Kapsel kostet 3 Euro, erhältlich sind die Varianten „Extra-Fresh“, „Whitening“ und „Sensitive“ (ohne Fluorid). Dem Hersteller zufolge soll eine Kapsel für etwa einen Monat reichen.

Die Amabrush-Zahnpasta-Kapseln. © Amabrush
Die Amabrush-Zahnpasta-Kapseln. © Amabrush

8. Wie funktioniert das Abonnement von Amabrush?

Wer sich neue Zahnpasta-Kapseln und Mundstücke regelmäßig nach Hause liefern lassen möchte, kann bei Amabrush künftig ein Abonnement abschließen. Dann erhält man automatisch alle drei Monate versandkostenfrei und mit zusätzlichem Rabatt von 15 Prozent einen Vorrat an Kapseln und Mundstücken für die nächsten drei Monate. Das Abonnement soll man auch jederzeit wieder kündigen können.

9. Kommen Zusatzkosten für den Nutzer dazu?

Ja. Bei den Starter-Sets sind jeweils ein Mundstück und drei Zahnpasta-Kapseln dabei. Die Mundstücke sollte man alle drei bis sechs Monate wechseln, die Kapseln mit der Pasta reichen für jeweils ein Monat. Da Amabrush nur mit den eigenen Kapseln und Aufsätzen funktioniert, ist man an die Nachbestellung im Shop gebunden.

10. Funktioniert Amabrush auch für Kinder?

Nein. Aktuell können die Mundstücke, die es in einer Einheitsgröße gibt, von Erwachsenen und Jugendlichen ab einem Alter von 14 Jahren verwendet werden.

11. Was bringt die zugehörige Amabrush-App?

Künftig soll es eine eigene App für iOS und Android geben, die via Bluetooth an das Gerät (Versionenn „Pro“ und „Ultimate“) gekoppelt wird. Mit der App sollen sich verschiedene Vibrations-Modi einstellen lassen, außerdem soll man über sie die Zahnpasta-Kapseln und Mundstücke nachbestellen können.

12. Wer steckt hinter Amabrush?

Hinter Amabrush stecken CEO Marvin Musialek aus Wien, der 2015 einen Prototypen entwarf und heute in San Francisco lebt, der Biomedizin-Ingenieur Alexander Stummer und der Techniker Martin Forstenpointner. Der Zahnarzt Hady Haririan, der in der Universitätszahnklinik an der Medizinischen Universität Wien tätig ist, berät das Team, das verteilt sich zwischen Wien, Deutschland und den USA arbeitet.

Amabrush-Gründer Marvin Musialek. © Amabrush
Amabrush-Gründer Marvin Musialek. © Amabrush

13. Wem gehört die Firma dahinter?

Die Amabrush GmbH steht aktuell laut Firmenbuch zu 100 Prozent im Eigentum von Gründer Marvin Musialek.

14. Wie finanziert Amabrush die Entwicklung und Herstellung?

Amabrush hat über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter bei fast 27.000 Unterstützern auf der ganzen Welt insgesamt 3,2 Millionen Euro eingesammelt. Eine daran angeschlossene Kampagne auf Indiegogo hat dem Projekt im August 2017 dann weitere 1,4 Millionen Euro eingebracht. Insgesamt hat Amabrush also mehr als 4,6 Millionen Euro von Vorbestellern erhalten. Außerdem hat Amabrush eigenen Angaben zufolge Förderungen von der österreichischen Regierung und der EU bekommen.

15. Gibt es Konkurrenten?

Ja. Für V-White läuft derzeit auf Indiegogo eine Crowdfunding-Kampagne, die für ein Amabrush sehr ähnliches Gerät wirbt. Auch dieses verspricht reine Zähne nach nur 10 Sekunden putzen. Ausgleifert werden soll bereits im Mai 2018, also einige Monate früher als bei Amabrush.

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