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Absturz

Starke Einbrüche bei Altcoins lassen Krypto-Märkte weiter sinken

© Gerd Altmann auf Pixabay
© Gerd Altmann auf Pixabay

Die Luft ist draußen aus dem Krypto-Markt – bzw. kann man ihr derzeit live zusehen, wie sie vor allem aus alternativen Assets zu Bitcoin entweicht. Angeführt wird der neueste Crash am Krypto-Markt von der Musk-Spielzeug und Spaßwährung Dogecoin, die in den vergangenen 24 Stunden knapp 25 Prozent verloren hat. Während Bitcoin nicht so stark verliert, sind es nun die Altcoins, die wieder tüchtig Federn lassen.

So hat der Krypto-Markt innerhalb von 24 Stunden weitere etwa 100 Milliarden Euro an Marktkapitalisierung verloren. Im Vergleich zur Vorwoche liegen nun die meisten Altcoins – von Ethereum (ETH) bis Uniswap (UNI) – nun 25 bis 30 Prozent unter ihren Werten vor einer Woche. Ausgelöst hat den neuerlichen Preissturz zuerst das harte Vorgehen gegen chinesische Bitcoin-Miner, denen in der Provinz Sichuan der Strom abgedreht wurde. Zuerst fiel Bitcoin auf nunmehr etwa 27.500 Euro, dann folgte der Einbruch bei den restlichen Coins und Token.

Auch diesmal hat sich wieder gezeigt, wie schlechte Stimmung am Krypto-Markt durch den Sektor schwappen kann. Der Hype mit einer Reihe an großen news wie den Coinbase-Börsengang oder das Tesla-Investment ist vorbei – nun merkt man, dass die Kritiker überhand nehmen und Regierungen und Behörden auf der ganzen Welt strenger gegen Krypto-Assets vorgehen.

Chinesischen Miner wird der Strom abgedreht, Bitcoin-Preis fällt erneut

Stimmung im Keller

Anzumerken ist aber auch, dass der Krypto-Markt im Vergleich mit dem Vorjahr noch bei etwa fünffachen Volumen liegt. Auch ist das Niveau im Vergleich zu Jahresbeginn noch deutlich im Plus. Wer sich aber vom Hype im April oder Mai mitreißen ließ, der muss heute doch beachtliche Verluste verzeichnen.

Insgesamt sind Krypto-Anleger derzeit aber nicht in Investitionslaune. Der Fluß von Stablecoins – ein wichtiges Tool für Krypto-Trader – in Richtung Exchanges ist deutlich gesunken. Der „Crypto Fear & Greed Index“, der Handelsvolumen, Social-Media-Sentiment und Volatilität der Kurse mit einberechnet, steht ganz klar auf „Angst“. Trader zögern derzeit mit ihren Investitionen, weil sie weitere Einbrüche fürchten.

Latest Crypto Fear & Greed Index

MicroStrategy kauft wieder den Dip

Derweil gibt es aber auch solche Investoren, die die – ihrer Meinung nach – Gunst der Stunde nutzen wollen, um Bitcoin günstiger als noch vor mehreren Tagen und Wochen zuzukaufen. So hat (wer sonst?) MicroStrategy rund um BTC-Apostel Michael Saylor erneut zugeschlagen und 13.005 BTC um 489 Millionen Dollar zugekauft. Das Bitcoin-Vermögen des US-Unternehmens beläuft sich nunmehr auf 105.085 BTC – das sind nach aktuellem Stand etwa 3,4 Milliarden Dollar.

MicroStrategy sammelt 500 Millionen Dollar für Bitcoin-Käufe ein

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