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Alpine Quantum Technologies: Weltwirtschaftsforum zeichnet Tiroler Quanten-Spezialisten aus

© Alpine Quantum Technologies
© Alpine Quantum Technologies

Sie zählen international zu den führenden Köpfen, was Quanten-Computer angeht: Die Tiroler Firma Alpine Quantum Technologies (AQT), ein Spin-off der Universität Innsbruck, ist jetzt auch vom Weltwirtschaftsforum als eines von 100 Unternehmen in der Wachstumsphase genannt worden, die weltweit als Tech-Pioniere zählen und die Zukunft maßgeblich mitgestalten werden.

AQT wurde wie berichtet 2018 von den drei Quantenphysikern Rainer Blatt, Peter Zoller und Thomas Monz gegründet und hat sich darauf spezialisiert, Ionenfallen-Quantencomputer zu entwickeln. Bis 2022 will man ein solches Gerät zur Marktreife bringen. Die Technologie beruht auf jahrzehntelanger Forschungsarbeit an der Universität Innsbruck bzw. dem Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW).

Beitrag zur Bekämpfung der Klimakrise

„Wir freuen uns sehr, vom Weltwirtschaftsforum als Pionier anerkannt zu werden“, sagt Thomas Monz von AQT. „Dies ist eine Bestätigung dafür, dass unsere Ionenfallentechnologie ein Spitzenkandidat für einen zukünftigen Quantencomputer ist, der bedeutsame und praxisnahe Probleme lösen kann. Unsere Technologie wird die Entwicklung von neuen Medikamenten oder von Materialien mit geplanten Eigenschaften unterstützen. Bessere Katalysatoren könnten beispielsweise Emissionen eindämmen und dazu beitragen, den Klimawandel zu bekämpfen. Wir freuen uns darauf, uns in die Dialoge des Forums zu dieser Herausforderung einzubringen.“

Die Alpine Quantum Technologies-Gründer Rainer Blatt und Peter Zoller. © C. Lackner
Die Alpine Quantum Technologies-Gründer Rainer Blatt und Peter Zoller. © C. Lackner

Derzeit verfügt AQT eigenen Angaben zufolge über einen programmierbaren Ionenfallen-Quantencomputer mit 20 Quantenbits. Ziel ist, einen Quantencomputer mit mehr als 100 Qbits auf den Markt zu bringen. Dieser würde sich für unterschiedlichste Zwecke einsetzen lassen – etwa für die Entwicklung personalisierter Medikamente, für High-Speed-Trading oder für autonome Systeme. Ebenfalls nicht zu vergessen: Quantencomputer könnten aufgrund ihrer Rechenpower heutige Verschlüsselungssysteme knacken und gelten deswegen auch im Sicherheitsbereich als künftige Schlüsseltechnologie, um Daten vor Angriffen zu schützen.

AQT jedenfalls hat in den vergangenen Jahren rund 20 Millionen Euro an Investment und Fördergeldern aufgenommen. An dem Unternehmen sind mittlerweile die Universität Innsbruck, die Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) sowie die IVT Privatstiftung der Industriellenvereinigung Tirol beteiligt.

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