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Alphabet: Googles Mutterschiff kommt im 1-Trillion-Dollar-Club an

© Google
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In den USA sind die Medien aus dem Häuschen: endlich, endlich, hat es ein viertes Unternehmen geschafft, den Börsenwert von mehr als einer Billion Dollar zu erreichen. Das ist natürlich außergewöhnlich, weil das weltweit nur ganz wenige Firmen erreicht haben. Eine solche hohe Marktkapitalisierung schafften bisher nur Unternehmen aus zwei Bereichen: Öl und Technologie. Was wiederum eine ganze Menge über unsere Welt sagt.

Folgende Unternehmen sind bzw. waren schon im Billion-Dollar-Club:

  1. Saudi Aramco (1,8 Bio. $; seit Dezember 2019 mit einer Bewertung von mehr als 2 Billionen Dollar)
  2. Apple (1,4 Bio. $ erstmals im August 2018)
  3. Microsoft (1,3 Bio. $, erstmals im Juni 2019)
  4. Alphabet (1,001 Bio $, seit Jänner 2020)
  5. Amazon (0,9 Bio $, immer nur kurzfristig während eines Handelstags und noch nie nach Börsenschluss)
  6. Petro China (zum Börsengang in Shanghai im November 2007)

Dass es Alphabet, was zu großen Teilen aus Google und seiner Tochter YouTube besteht, just jetzt von Anlegern über die 1-Billion-Dollar-Marke geschoben wurde, hat einen Grund: Für Anfang Februar werden die Zahlen für das vierte Geschäftsquartal und damit auch die Ergebnisse für ganz 2019 erwartet – und Analysten rechnen sich schon neue Rekorde aus. Wall-Street-Analysten sagen einen Umsatz von 46,9 Milliarden Dollar im Q4 2019 voraus, das wäre ein plus von 20 Prozent gegenüber Vorjahr.

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Viele Krisensituationen

Im Verlauf von 2019 hat die Aktie von Alphabet um 32 Prozent zugelegt – von etwa 1.090 auf heute mehr als 1.400 Dollar. Und das, obwohl es durchaus einige Krisen in den letzten Jahren gab. So musste sich Google in der EU wieder einmal mit dem Thema Urheberrecht herumschlagen und kassierte satte Strafen von der EU-Kommission; bei Protesten wegen sexueller Belästigung durch Manager gingen bis zu 20.000 Google-Mitarbeiter auf die Straße; und schließlich übergaben die Gründer Larry Page und Sergey Brin die Führung von Alphabet an Sundar Pichai ab.

Andere Unternehmen hätten Sexskandale, Milliardenstrafen durch die EU oder Wechsel auf oberster Führungsebene ordentlich ins Wanken gebracht. Bei Alphabet bzw. Google tut dem Wachstum von Umsatz und Börsenwert nichts einen Abbruch.

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