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Airbnb kooperiert mit Minut gegen zu laute Untermieter

Brian Chesky, Joe Gebbia und Nate Blecharczyk haben Airbnb 2008 gegründet. © Airbnb
Brian Chesky, Joe Gebbia und Nate Blecharczyk haben Airbnb 2008 gegründet. © Airbnb

Airbnb gegen Partypeople: Mit einer neuen Partnerschaft mit Minut, einem Hersteller von smarten Sensoren, sagt Airbnb der feiernden Meute den Kampf an. Stellen die Sensoren beispielsweise einen überschrittenen Lärmpegel vor, wird automatisch der Vermieter informiert.

Eines der größten Probleme von Airbnb sind tatsächlich betrunkene und/oder zu laute Mieter, die vor allem in kleinen Wohnungen im innerstädtischen Bereich immer wieder für Probleme sorgen. Damit soll scheinbar bald Schluss sein: Auf der Airbnb-Homepage bewirbt der Unterkunftsvermittler drei Sensoren von Minut, einem schwedischen Hersteller von smarten Geräten.

Kooperation bringt drei vergünstigte Sensoren

Das günstigste Modell ist der „Minut“, ein Lärmmessgerät, das auch die Temperatur und Luftfeuchtigkeit aufzeichnet. Die kleine Scheibe läuft mit einem Akku, wird ins WLAN eingebunden und kann damit überall platziert werden. Kostenpunkt – beim Kauf über Airbnb: 99 US-Dollar beziehungsweise 99 Euro.

+++Airbnb will 2020 an die Börse. Davor muss es sich mit einigen Städten gut stellen.+++

Daneben gibt es noch „NoiseAware“. Airbnb schreibt dazu: „Übermäßiger Lärm ist ein wichtiges Anzeichen für den Missbrauch einer Unterkunft. Der Service mit Schutz der Privatsphäre von NoiseAware warnt dich innerhalb von Minuten bei anhaltendem Lärm, und nicht bei jedem lauten Geräusch wie dem Zuschlagen einer Tür. […] NoiseAware hat bereits bei über 700.000 Buchungen für Sicherheit gesorgt.“ Dieses Modell kostet 149 US-Dollar, Preise in Euro sind noch nicht gelistet.

Cloud & App

Der „Roomonitor“ schlägt mit 39 US-Dollar zu Buche und ist für „Lärmkontrolle in Echtzeit für Kurzzeitvermietungen“ gedacht. Nachrichten gibt es auch hier direkt auf das Handy des Vermieters. Zusätzlich kommen je nach Modell noch monatliche Nutzungsgebühren, zehn US-Dollar im Monat bei „NoiseAware“, 8,50 US-Dollar monatlich bei „Roomonitor“. Die erfassten Daten senden die Sensoren über die Cloud des Herstellers auf das Smartphone des Vermieters. Eine App ermöglicht rudimentäre Einstellungen bezüglich der Warnungen.

Airbnb: Kein Fest für Datenschützer

Airbnb spricht offiziell „keine Empfehlungen für eines dieser Geräte aus“ und erklärt, dass die Geräuschsensoren keine Geräuschezeichnen aufzeichnen würden. Sie würden lediglich „Änderungen des Lärmpegels in deiner Unterkunft überwachen“. Datenschützer dürften sich trotzdem nicht freuen. Minut und Roomonitor funktionieren fast weltweit, „NoiseAware“ vorerst lediglich in Nordamerika. Überall anders darf der Untermieter also noch lauter feiern.

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