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Österreichische KI-Strategie soll bis 2030 mit 2 Milliarden Euro gefördert werden

Digitalisierungsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) und Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne). © BMDW
Digitalisierungsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) und Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne). © BMDW

Große Ansage am Europäischen Forum Alpbach: Im Rahmen einer Pressekonferenz zum Thema Investitionsprämie (mehr dazu hier) hat sich Wirtschafts- und Digitalisierungsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) auch noch einmal zur vergangene Woche präsentierten KI-Strategie geäußert. Diese war mit großen Zielen, aber ohne Angaben zur Finanzierung präsentiert worden.

Jetzt hat sich Schramböck gegenüber Trending Topics zu einem Betrag geäußert. „Wir haben uns vorgenommen, zwei Milliarden Euro in den nächsten zehn Jahren zu investieren“, so die Wirtschaftsministerin. Darauf hätte sie sich mit Umweltschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne) verständigt, die in ihrem Ressort auch für die Themen Innovation und Technologie zuständig ist. „Wir brauchen die gesamte Bundesregierung dafür“, so Schramböck weiter – natürlich hat auch das Finanzministerium ein wesentliches Wort für dieses Finanzierungsvorhaben mitzureden.

Auf den Betrag kommt Schramböck folgendermaßen: Österreich hat Forschungsaktivitäten bei Künstlicher Intelligenz zwischen 2012 und 2020 mit insgesamt 910 Millionen Euro an Fördermitteln unterstützt. Dieser Betrag soll nun für die Zeit bis 2030 (die KI-Strategie heißt voll „Artificial Intelligence Mission Austria 2030″) mehr als verdoppelt werden. Laut Schramböck soll es dafür keinen eigenen, dezidierten Topf geben, sondern solle sich dieser anvisierte Betrag aus Förderungen zusammensetzen, die ber FFG, aws ausgeschüttet werden.

Österreichs neue KI-Strategie kommt ohne konkrete Finanzierungspläne

Keine Festlegung auf Zahl neuer Professuren

Weiters reagierte Schramböck auch auf die Absage an die österreichischen Universitäten, die sich im Vorfeld ein eigenes, mit vielen Millionen Euro ausgestattetes AI-Institut gewünscht hatten. „Wir haben bereits solche Institute, wir haben also bereits das, was gefordert wird“, so die Digitalisierungsministerin mit Verweis etwa auf etwa das AI Lab am Linz Institute of Technology (LIT), das von AI-Koryphäe Sepp Hochreiter geleitet wird (mehr dazu hier). Außerdem gebe es weitere Einrichtungen und Innovation Hubs, die auf aI spezialisiert wären.

Mit zwei Milliarden Euro würde Österreich den AI-Bereich ordentlich viel Geld verpassen. Zum Vergleich: In Deutschland werden im Rahmen der KI-Strategie Investitionen von drei Milliarden Euro gemacht und rund 100 neue Professuren bis 2025 eingerichtet. Zum Thema Professuren wollte sich Schramböck nicht festlegen. Wie viele davon für Articial Intelligence neu geschaffen werden könnten, das läge im Wirkungsbereich von Bildungsminister Heinz Faßmann.

Neues AI-Institut von Koryphäe Sepp Hochreiter bekommt 25 Millionen Euro

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