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Affirm: Fintech verdoppelt Bewertung beim IPO

Affirm-Mitgründer Max Levchin. © Vaughn Ridley/Collision via Sportsfile/Flickr (CC BY 2.0)
Affirm-Mitgründer Max Levchin. © Vaughn Ridley/Collision via Sportsfile/Flickr (CC BY 2.0)

Max Levchin ist einer der wichtigsten Fintech-Gründer dieses Planeten. 1998 hat er jene Firma gegründet, die später PayPal wurde, hat dann Slide.com gemacht und in Yelp investiert – und jetzt steht er mit seinem neuesten Unternehmen Affirm wieder im Rampenlicht. Beim Börsengang des Fintechs diese Woche kam es zu einer Kursexplosion. Der Startpreis der Aktie von 49 Dollar verdoppelte sich in kurzer Zeit auf das Doppelte bei fast 100 Dollar.

Affirm ist in den US die Speerspitze jener Unternehmen, die im „Buy Now Pay Later“-Markt (BNPL) unterwegs sind. Das Fintech ermöglicht es in Online-Shops wie jenen von Adidas, Dyson oder Nike, dass man bestellt, den Betrag aber erst später bezahlen kann. Nutzer können etwa die Rechnung auf mehrere Monate aufteilen und den bei Affirm geborgten Betrag über Zeit abstottern.

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Signal für Klarna?

Levchin hat mit Affirm seit dem Start 2012 in San Francisco ein Milliardenunternehmen aufgebaut, dass an der Börse nunmehr mit etwa 24 Milliarden US-Dollar bewertet wird. Der IPO ist die Fortsetzung mehrerer sehr starker Tech-Börsengänge wie etwa jene von Airbnb, Snowflake oder Doordash.

Der Erfolg von Affirm liegt sicher auch in der Corona-Krise begründet. Zum einen ist E-Commerce natürlich stark am Steigen, zum anderen sind die Kleinkredite, die das Unternehmen an Konsumenten vergibt, in der Krise natürlich gefragt bei all jenen, die derzeit Einbußen hinnehmen müssen.

Aus europäischer Sicht ist der IPO von Affirm ein wichtiges Signal. Denn auch Klarna, ein sehr großes Fintech aus Schweden, ist im BNPL-Markt unterwegs. Gerüchte, dass ein IPO ansteht, haben sich in den letzten Jahren gemehrt. In Australien gibt es mit Afterpay ebenfalls eine BNPL-Firma, die an der Börse aktuell um etwa 34 Milliarden Dollar gehandelt wird.

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