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AdBlock Plus: Webseiten-Betreiber können jetzt Acceptable Ads einbauen und bekommen 80 Prozent der Einnahmen

Ab Herbst auf iOS 9 erlaubt: Werbeblocker. © Jakob Steinschaden
Ab Herbst auf iOS 9 erlaubt: Werbeblocker. © Jakob Steinschaden

Lange verdient sich das Browser-Plugin AdBlock Plus seinen Namen nicht mehr: Heute hat die dahinter stehende Firma Eyeo GmbH mit Sitz in Köln eine so genannte SSP, also Supply-Side-Platform für Werbeanzeigen gestartet. Diese sieht vor, dass Webseiten-Betreiber (a.k.a. Publisher) Werbung einfach in ihre Online-Angebote einbauen können, die nicht von AdBlock Plus blockiert werden. Diese Werbung hört auf den Namen „Acceptable Ads“ und soll weniger störend (weil kleiner und unaufdringlicher) sein als herkömmliche Internet-Anzeigen, wegen denen sich Nutzer eigentlich Werbeblocker installieren.

Nimmt ein Publisher an der „Acceptable Ads Platform“ (derzeit noch in der Beta-Version) teil, bekommt er 80 Prozent der Einnahmen, die die Werbung einspielt. 6 Prozent gehen an Eyeo, der Rest wird an Parteien ausgeschüttet, darunter der Eyeo-Partner ComboTag. Google (AdWords) und Appnexus wollen nichts mit dem Verkauf von Werbeplätzen via der neuen Plattform zu tun haben.

AdBlock-Plus-Nutzer (weltweit sind rund 100 Millionen Plugins aktiv) können weiter entscheiden, ob sie die Acceptable Ads durchlassen oder sämtliche Werbung blockieren. Aus Sicht eines Webseitenbetreibers bedeutet das Programm, dass sie wenigstens ein wenig Geld mit jenen AdBlock-Plus-Nutzern verdienen, die Werbung zulassen. Mehr würden sie aber in den meisten Fälle verdienen, wenn die Nutzer AdBlock Plus auf ihren Seiten deaktivieren. Publisher wie Bild.de oder Wired.com verlangen das von den Usern – ansonsten kommen sie nicht zu den Inhalten ihrer Webseiten.

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