Coronakrise

A1 und Invenium veröffentlichen anonymisierte Bewegungsdaten

© Invenium
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Das Aufzeichnen der Bewegungsdaten der Menschen in Österreich sorgte in den letzten Tagen und Wochen für massig Schlagzeilen. Nun kann jede/r die Daten selbst einsehen: A1 stellt die Aufzeichnungen – natürlich anonymisiert – öffentlich zur Verfügung.

Der Schritt wurde in einem Blogeintrag von Invenium. Das Spin-Off der TU Graz arbeitet mit A1 an den Bewegungsdaten und auch das Dashboard mit der interaktiven Karte ist auf der Seite von Invenium eingebettet. In einem Statement auf dem Unternehmensblog heißt es, es sei ungewöhnlich für Invenium, „nach unserem Entschluss, die österreichische Regierung bei ihrem Kampf gegen COVID-19 zu unterstützen, plötzlich im Mittelpunkt des medialen Interesses zu stehen.“

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Invenium: „Möchten es auch zeigen“

Die Beweggründe für die Entscheidung, die Daten nun offenzulegen, werden ebenfalls angeführt: „Ja, wir liefern Bewegungsanalysen an die österreichische Bundesregierung. Wir machen das, weil wir gut darin sind. Weil wir glauben damit helfen zu können. Wir machen das, so wie wir das für all unsere Kunden machen: anonymisiert, auf Gemeindeebene ohne Rückführbarkeit auf Einzelpersonen, im Einklang mit den strengen Datenschutz-Regulativen und mit einem TÜV geprüften Anonymisierungsverfahren durch unseren Partner A1. Aber es reicht uns nicht mehr aus, das nur zu sagen. Wir möchten es auch zeigen.“

Farbskala: Viel grün

Die interaktiven Analysergebnisse sind hier verfügbar. Anhand einer Farbskala lässt sich feststellen, wie stark die Mobilität in den einzelnen Gebieten zurückgegangen ist. „Wir sehen einen durchschnittlichen Abfall der Mobilität um 30 %, in den urbanen Zentren sogar über 40 %, schreibt Invenium. Damit ist man zufrieden: „Diese Ergebnisse stimmen uns positiv. Die Maßnahmen greifen. Die Mobilität geht zurück. Die grün aufleuchtende Karte ist für uns ein Zeichen“.

Bewegungsprofile von A1 und Magenta

Zuletzt wurde bekannt, dass A1 – und auch Magenta – in Zeiten der Coronakrise anonymisierte Bewegungsdaten an die Regierung übermitteln. In vielen Teilen der Bevölkerung wurde dieser Schritt weniger positiv aufgenommen, vor allem Datenschützer meldeten Bedenken an. Die seien ungerechtfertigt, Rückschlüsse auf die persönlichen Daten der Nutzer seien nicht möglich, erklärten beide Unternehmen letzte Woche.

+++Was A1 und Magenta mit Handy-Bewegungsdaten tracken können – und was nicht+++

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