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9am.health: Ex-mySugr-Macher holen Founders Fund für ihr neues Startup

Anton Kittelberger und Frank Westermann, die Gründer von 9am.health. © 9am.health
Anton Kittelberger und Frank Westermann, die Gründer von 9am.health. © 9am.health

Das ehemalige Führungsteam von mySugr (Exit an Roche 2017) ist zu einem echten Pool für Seriengründer geworden. Während sich Fredrik Debong seinem Startup hi.health und Gesundheitsversicherungen widmet, haben mySugr-Mitgründer Frank Westermann und der ehemalige CEO von mySugr, Anton Kittelberger, in den USA gegründet. Mit 9am.health streben sie die vertikale Integration des Markt für Diabetiker an – und haben dafür große Namen für die Seed-Runde an Bord geholt.

Der Wiener VC Speedinvest investiert gemeinsam mit Founders Fund von Peter Thiel, Define Ventures und iSeed Ventures rund 3,2 Millionen Euro (3,7 Millionen Dollar) in das neue Startup, das mit einer virtuellen Klinik für Menschen mit Prädiabetes oder Typ-2-Diabetes wirbt. Diese sollen für eine monatliche Gebühr ab 20 Dollar ein Rundumpaket inklusive Medikamenten, medizinischer Beratung, personalisierte Behandlungspläne oder Zuhause-Tests bekommen. Auch sind unlimitierte Chats mit Pflegepersonal inkludiert. Gegen Aufpreis gibt es etwa zusätzliche Medikamente.

Kittelberger und Westermann haben 9am.health gleich in den USA gegründet und gestartet – denn dort wartet ein Milliarden Dollar schwerer Markt sowie 34 Millionen Menschen mit Diabetes und weitere 88 Millionen Menschen mit Prädiabetes, also einer Vorstufe der Stoffwechselerkrankung. Anstatt nur eine Teillösung anzubieten, wollen die österreichischen Gründer ein Komplettpaket bieten und mit einem Abomodell für Recurring Revenue sorgen. Verfügbar ist 9am.health in 33 US-Bundesstaaten. Der Hauptsitz befindet sich in San Diego in Kalifornien.

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Rundum-Paket für Diabetes-Patienten

„In den letzten Jahrzehnten wurden großartige Technologien und Medikamente entwickelt, die vielen von uns, die mit Diabetes leben, geholfen haben. Aber wenn man sich den durchschnittlichen Versorgungsstandard für Menschen mit Typ-2-Diabetes ansieht, ist das Bild sehr düster. Die Kosten sind massiv gestiegen, aber die Ergebnisse sind nicht besser geworden. Es ist an der Zeit, dass wir uns fragen, warum das so ist“, so Westermann in einer Aussendung. „Bei 9am.health schaffen wir eine neue, bessere und vollständig virtuelle Erfahrung in der Diabetesversorgung. Wir machen es für jeden erschwinglich, super einfach zu bedienen und haben ein unglaubliches Pflegeteam, das für die Menschen da ist, wann immer sie Unterstützung brauchen.“

© 9am.health
© 9am.health

9am.health gehört zu einer neuen Welle an HealthTech-Startups, die digitale Betriebswege nutzen, um gezielt Lösungen für einzelne Erkrankungen anzubieten. Das unterscheidet sie von einer Reihe von anderen Anbietern, die generellen digitalen Zugang via Videocalls zu Ärzten aller Art bieten. Gebündelt mit den passenden Medikamenten, Tests und Beratung, ist das Produkt von 9am.health scharf auf eine einzelne, aber sehr große Zielgruppe abgestimmt. Wie auch schon bei mySugr ist es Westermann und Kittelberger, die selbst mit Diabetes leben, sehr wichtig, dass auch viele Personen in ihrem Team Erfahrung mit der Erkrankung haben.

„Angesichts der Tatsache, dass die häusliche Pflege wichtiger denn je ist, deckt 9am.health einen massiven Bedarf, den sowohl traditionelle als auch virtuelle Pflegeanbieter ignoriert haben“, sagt Scott Nolan, Partner bei Founders Fund. „Das Team von 9am.health nutzt sein Fachwissen und seine Beziehungen zur Pharmaindustrie, um das Leben von Verbrauchern, die mit Diabetes leben, durch eine umfassende, engagierte, virtuelle Betreuung zu verbessern.“

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