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700 Mio. Dollar Bedarf – Telegram in Geldnöten

Die Telegram-App. © Christian Wiediger on Unsplash
Die Telegram-App. © Christian Wiediger on Unsplash

Bis Dezember 2020 haben die meisten Nutzer wohl gedacht, dass Telegram immer kostenlos und werbefrei bleiben wird. Dann aber hat der Gründer der populären Messaging-App wie berichtet angekündigt, dass es sowohl eine Werbefinanzierung in bestimmten Teilen der App geben soll sowie es auch kostenpflichtige Features geben soll. „Mehr Nutzer bedeuten auch mehr Ausgaben für Traffic und Server. Ein Projekt unserer Größe braucht mindestens ein paar hundert Millionen Dollar pro Jahr, um am Laufen zu bleiben“, sagte Pavel Durow damals.

Nun wird klar, wie dringend Telegram das Geld braucht. Einem Bericht des Wall Street Journal zufolge soll Telegram bereits bis Ende April satte 700 Millionen Dollar benötigen. Denn die App ist weiter stark gewachsen und hält bei mittlerweile 550 Millionen Nutzern. Geht das Wachstum so weiter, wird der Messaging-Dienst bis Ende 2022 auf eine Milliarden User zusteuern. Bisher hat Durow aber keine Monetarisierung der App umgesetzt, sondern sie aus einem eigenen Fonds finanziert.

Messaging-App Telegram soll 2021 teilweise kostenpflichtig werden

Blockchain-Projekt scheiterte an der SEC

Die Pläne, einen eigenen GRAM-Token und ein dezentrales Netzwerk für Anwendungen einzuführen (Telegram Open Network, kurz TON), wurden mittlerweile auf Eis gelegt. Der Verkauf der GRAM-Token an Investoren brachte etwa 1,7 Milliarden US-Dollar ein, doch nachdem die US-Börsenaufsicht SEC den Token-Verkauf beanstandete, wurde das Geld zurück gezahlt und das Blockchain-Projekt eingestellt.

Danach schwenkte Durow um und hat sich eher traditionelleren Geschäftsmodellen abseits von Blockchain zugewandt. Auch Facebook und Kik sind mit den Plänen, Krypto-Assets in ihren Messaging-Netzwerken einzuführen, vorerst gescheitert.

Telegram stellt Blockchain-Projekt und den GRAM-Token komplett ein

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