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Bei 5G-Tarifen bahnt sich eine kleine Revolution des Mobilfunks an

Das faltbare 5G-Smartphone Huawei Mate X. © Huawei
Das faltbare 5G-Smartphone Huawei Mate X. © Huawei

Ja klar. Es gibt noch kaum Smartphones, es gibt noch kein entsprechendes Netz. Fest steht aber, dass der neue Mobilfunkstandard 5G kommen wird. In Österreich ist T-Mobile, pardon, Magenta dieses Jahr mit dem Betrieb von ersten 5G-Stationen in 17 Gemeinden gestartet. Erwartet wird, dass der 5G-Funk 2020 weiteren Teilen der Bevölkerung zur Verfügung stehen wird.

Und klar – um 5G zu nutzen, braucht man nicht nur ein passendes Smartphone, von denen einige wenige dieses Jahr auf den Markt kommen, sondern auch einen entsprechenden Tarif. Beim gestrigen Launch der neuen Telekom-Marke Magenta (aus dem Zusammenschluss von T-Mobile und UPC entstanden) wurde ein erster Ausblick darauf gegeben, wie diese 5G-Tarife gestaltet werden. Und da bahnt sich eine kleine Revolution im Mobilfunk an.

„Zählen von Datenmengen macht bei 5G keinen Sinn mehr”

“Das Zählen von Datenmengen macht bei 5G keinen Sinn mehr”, sagte Magenta-CEO Andreas Bierwirth zu Trending Topics. Beim kommenden Mobilfunkstandard, der eine Datenübertragung von bis zu 10 Gbit/s verspricht, würden so viele Daten geladen werden, dass Daten-Limits in den Tarifen nicht mehr zeitgemäß seien. Das bedeutet: Künftig wird man sich seinen Tarif nicht nach den inkludierten Daten aussuchen, sondern nach der Geschwindigkeit.

Mit zwei ersten „5G-ready-Tarifen“ gibt Magenta einen Ausblick darauf, wie 5G-Tarife künftig gestaltet werden. „Mobile Platin“ (75 Euro/Monat mit Smartphone, 65 Euro/Monat mit SIM-only) und „Mobile Gold“ (60 Euro/Monat mit Smartphone, 50 Euro/Monat mit SIM-only) inkludieren in Österreich unlimitiertes Datenvolumen. Das kennt man bisher eigentlich nur vom Internet zu Hause, bei dem man für eine monatliche Grundgebühr so viel Daten nutzen kann, wie man will.

Im EU-Ausland sind ebenfalls ordentliche Datenmengen inkludiert – 40 bzw. 30 GB. Die beiden Tarife unterscheiden sich jedoch beim Speed. Der teurere Tarif „Mobile Platin“ bietet bis zu 300 Mbit/s Download, „Mobile Gold“ bis zu 150 Mbit/s Download (beide mit 50 Mbit/s Upload).

Verwendungsklassen für Tarife

Die Zuordnung von Kunden nach der Geschwindigkeit ihrer Tarife hat ist spannend. Denn Nutzer bzw. ihre Tarife werden bei Magenta so genannten Verwendungsgruppen zugeteilt, die bestimmen, wie viel Bandbreite der Kunde tatsächlich bekommt. Insgesamt gibt es 11 Verwendungsgruppen, die bestimmen, nach welchem Verhältnis die tatsächlich zur Verfügung stehende Bandbreite den Kunden zugeordnet wird.

„Kunden, die sich im gleichen Netz-Zugriffspunkt befinden, teilen sich bei Netzauslastung die verfügbare Bandbreite fair zu gleichen Teilen bis zu ihrer maximalen Downloadgeschwindigkeit“, heißt es seitens Magenta. „Bei gleichzeitiger Nutzung eines ausgelasteten Netz-Zugriffspunkts, wie im obigen Beispiel, durch mehrere Kunden in unterschiedlichen Verwendungsgruppen, kommt es zu einer Bandbreitenzuordnung gemäß der dem Kunden zugeordneten Verwendungsgruppe.“

Ein Beispiel: Wenn z.B. 100 Mbit/s zur Verfügung stehen, bekommt ein Kunde der Klasse A 50 Mbit/s, ein Kunde der Klasse B 29 Mbit/s, und ein Kunde der Klasse C 21 Mbit/s. Der „Mobile Platin“-Tarif ist etwa in der Verwendungsklasse B, der „Mobile Gold“-Tarif in der Verwendungsklasse C angesiedelt.

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