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FridaysForFuture nehmen 4Gamechangers Award nicht an

FridaysForFuture Wien auf der Bühne. © ProSiebenSat.1 PULS 4
FridaysForFuture Wien auf der Bühne. © ProSiebenSat.1 PULS 4

Das 4Gamechangers Festival von Puls 4 ist am Donnerstag Abend mit einer weiteren Preisverleihung zu Ende gegangen. Unter Anwesenheit von Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bundeskanzler Sebastian Kurz, Digitalisierungsministerin Margarete Schramböck wurden die 4Gamechangers Awards verliehen – was mit einem Paukenschlag über die Bühne ging.

Denn der „4Gamechangers of the Year“-Award sollte jener  Schüler- und Studierendenbewegung, die sich für Klimaschutz einsetzt, überreicht werden. Doch die Vertreter von FridaysForFuture Wien, die während dem dreitägigen Event mit einem Stand in der Wiener Marx Halle vertreten waren, wollten den Preis dann aus Protest nicht entgegen nehmen.

Stattdessen kamen sie auf die Bühne und hielten eine längere Rede für den Klimaschutz. Bundespräsident Van der Bellen stimmte zu, den Award stellvertretend für die Bewegung aufzubewahren.

„Diese Zukunft wird es nicht geben“

„Das 4Gamechangers Festival ist ein Markt der großen Ideen und technischen Innovationen. Doch viele der repräsentierten Unternehmen und Sponsoren sind Teil einer Wirtschaftsordnung, die zurzeit auf Kosten des Planeten und zukünftiger Generationen Profite erwirtschaftet“, heißt es seitens FridaysForFuture Wien.

„Die Klimakrise ist die größte Herausforderung der Menschheit, daher müssen wir sie auch als solche behandeln. Wovon haben wir hier aber die letzten Tage gesprochen? Von Innovation, von Profit, vom Skalieren, von grenzenlosem Wachstum. Das 4Gamechangers Festival spricht von deiner Zukunft, “your future”. Doch diese Zukunft wird es nicht geben, wenn wir weitermachen, wie bisher. Wir brauchen eine neue Art der Wirtschaft, der Politik und eine neue Art des Denkens. Diesen Wandel haben wir noch nicht gesehen, weder von Seiten der Politik, noch von Seiten der Wirtschaft.“

Das Team des Festivals akzeptierte die Entscheidung der Jugendlichen, den Preis nicht anzunehmen. Weitere Preise gingen an das Grazer Startup Instahelp (4Startup Award), RAF Camora (4Music Award) und Patch Adams (4Future Award).

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