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Ansturm auf Bitcoin: Ärger über Krypto-Börsen wegen Ausfällen

Bitcoin Chart. © Pexels
Bitcoin Chart. © Pexels

Tag für Tag erreich Bitcoin neue Höhen, nunmehr ist die Marke von 41.000 Dollar überschritten. Innerhalb von weniger als drei Wochen hat sich BTC damit noch einmal verdoppelt und ist innerhalb eines Jahres von 8.800 Dollar um das das Fünffache gewachsen.

Nachdem im Sommer vermehrt große Investoren mit viel Geld begonnen haben, in Bitcoin zu investieren, mehren sich nun die Anzeichen, dass der Bitcoin-Hype nicht bloß ein Resultat des gestiegenen Kaufinteresses von institutionellen Investoren ist. Denn große Crypto-Broker und -Exchanges waren am Donnerstag, als Bitcoin erstmals 40.000 Dollar erreichte, zeitweise nicht erreichbar. Das zeigt, dass nun auch viele kleine Anleger auf die Services zugreifen wollen, um zu traden. FOMO regiert wieder die Industrie.

Coinbase, Binance und Co gehen in die Knie

Betroffen von den Ausfällen die Marktführer Coinbase und Kraken aus den USA sowie die weltgrößte Krypto-Börse, die sowohl in Asien als auch den USA und Europa tätig ist. In Österreich erwischte es Bitpanda, das unter dem Ansturm der Nutzer, die BTC kaufen oder verkaufen wollten, in die Knie ging – zum Ärger vieler Nutzer, die bei den schnellen Kursschwankungen zwischen 40.000 und 37.000 Dollar traden wollten. „Es kann nicht sein, das der Kunde bei Preisschwankungen und gleichzeitig so hohen Gebühren keinen Zugriff auf sein Konto und Investitionen hat“, ärgerte sich etwa ein Bitpanda-Nutzer auf Facebook.

„Wir sind da kein Individualfall: Sämtliche Crypto-Exchanges in der ganzen Welt sind in der letzten Woche mindestens einmal kurz offline gewesen. Das soll keineswegs eine Entschuldigung sein – es zeigt aber, wie unglaublich heftig der Ansturm auf Bitcoin & Co. derzeit ist, wenn sämtliche moderne Tech-Firmen einer ganzen Industrie damit zu kämpfen haben“, so Eric Demuth, CEO von Bitpanda, gegenüber Trending Topics.

Bitpanda will Fokus auf Stabilität und Performance legen

Und weiter: „Ich möchte mich dafür bei allen unseren Usern aufrichtig entschuldigen, da dies nicht unser Anspruch ist. Wir haben intern eine klare Philosophie, die „customers first“ lautet. Das heißt, wir haben direkt reagiert und Maßnahmen getroffen und intern massiv Ressourcen und Teams geshiftet. Auch wenn es sich nur um kurze Ausfälle handelte, ist das extrem ärgerlich und nicht unser Anspruch. Wir werden daher einige Projekte nach hinten verschieben und den vollen Fokus auf Stabilität und Performance legen, sodass wir auch in Zeiten eines extremen Bullruns eine exzellente User Experience liefern werden.“

Auch bei Coinbase oder Binance heißt es, dass künftig mehr in Server und Kunden-Service investiert werden wird. Ausfälle wie am Donnerstag sind zum Ärger vieler Nutzer leider nichts Neues. Bei viele Krypto-Börsen ist es 2020 immer wieder zu Ausfällen gekommen – meistens dann, wenn große Bewegungen am Krypto-Markt stattfanden und viele Nutzer gleichzeitig handeln wollten, aber nicht konnten.

Der von Demuth angesprochene Nutzer-Ansturm ist übrigens nicht punktuell zu sehen. Seit Oktober 2020 haben sich die Zugriffszahlen auf die Webseiten von Coinbase, Binance, Kraken oder Bitpanda stark erhöht, mancherorts sogar verdoppelt – und da sind die Zugriffe auf die mobilen Apps noch gar nicht mit eingerechnet. Solches Nutzerwachstum auf hohem Niveau ist eine Herausforderung, die 2021 mit einem zu erwartenden starken Krypto-Jahr nicht kleiner wird.

Traffic von Coinbase Juli bis Dezember 2020:

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Traffic von Binance Juli bis Dezember 2020:

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Traffic von Kraken Juli bis Dezember 2020:

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Traffic von Bitpanda Juli bis Dezember 2020:

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