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2 Minuten 2 Millionen: So war’s beim Public Viewing mit Michael Altrichter und Refurbed

Peter Windischhofer und Kilian Kaminski von Refurbed, Michael Altrichter und Jakob Steinschaden bei der "2 Minuten 2 Millionen"-Analyse © Trending Topics

In Österreich gibt es wenige VC-Investoren, die so bekannt sind wie Michael Altrichter. Ab und zu wird er sogar auf der Straße erkannt – und lächelte für das eine oder andere Selfie in die Kamera seiner Fans. Altrichter ist schon seit Beginn Teil der Puls4-Show „2 Minuten 2 Millionen“ und gab am Dienstag beim Public Viewing von Trending Topics und startup300 gemeinsam mit dem Startup Refurbed Einblicke hinter die Kulissen der Show.

Altrichter, der seine Firma Paysafecard um mehr als 100 Millionen Euro verkauft hat, ist seit sieben Jahren Business Angel. Die Investments von „2 Minuten 2 Millionen“ nehmen nach fünf Jahren deshalb einen großen Teil seines Portfolios ein. „Zwei Drittel meiner Startup-Investments kommen aus 2 Minuten 2 Millionen“, sagte Altrichter auf der Bühne in der Linzer Tabakfabrik.

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„Es ist wie in der Sauna“

Rund 150 Gäste waren gekommen, um gemeinsam mit dem Investor und dem Startup Refurbed die achte Folge der Show anzusehen und zu analysieren. „Wir haben wenig Bühnenerfahrung“, erzählt Kilian Kaminski, der Refurbed gemeinsam mit Peter Windischhofer und Jürgen Riedl gegründet hat. Natürlich waren er und Windischhofer nervös, als sie vor einigen Monaten vor den TV-Kameras pitchen mussten: „Die Scheinwerfer sind so hell, wenn man auf die Bühne kommt. Es ist wie in der Sauna“.

Nervosität ist bei der Show ein großes Thema. Auch wenn sich die Startups in der Regel wochenlang vorbereiten, passieren kleinere und größere Hoppalas. „Viele verschwenden die zwei Minuten, die sie haben“, sagt Altrichter. Und manche nutzen sie gar nicht. Altrichter erinnert sich, dass sich ein Kandidat vor Nervosität im Klo eingesperrt hatte. Der Pitch konnte nicht starten.

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„Es wird auch viel gelogen“

Refurbed hat Altrichter in der kurzen Zeit schnell überzeugen können. Die drei Gründer haben einen Online-Shop für gebrauchte Smartphones und Laptops gebaut. Bei den Geräten handelt es sich um generalüberholte, „refurbished“, Geräte, die von diversen Händlern angeboten werden. Die Smartphones und Co. liegen bis zu 40 Prozent unter dem Neupreis, sind aber von Neugeräten kaum zu unterscheiden. Bei „2 Minuten 2 Millionen“ seien Kaminski und Windischhofer laut Altrichter „sehr kompetent und erfahren“ gewesen. Das ist keine Selbstverständlichkeit.

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„Es wird auch viel gelogen“, verrät Altrichter. Zahlen stimmen oft nicht oder werden einfach unterschlagen. Das sei ärgerlich, weil es ohnehin schon schwer sei, in so kurzer Zeit eine Investment-Entscheidung zu treffen. Altrichter: „Das ist ein bisschen ein ‚hell of a ride'“. Auf Ungereimtheiten komme man häufig erst in Gesprächen nach der Show. Gelegentlich kommen in der Show ausgemachte Deals dann gar nicht mehr zustande.

Bei Refurbed hat es geklappt. Die 500.000 Euro, die Altrichter mit startup300 in das Startup gesteckt hat, hat das Gründerteam in Wachstum investiert. „Das Team ist gewachsen, wir haben mehr Händler und mehr Kunden“, sagt Kaminski. Von dem Geld sei noch ein guter Teil übrig, der nun in die Expansion fließen soll. „Osteuropa ist für uns ein sehr spannender Markt“, so Kaminski. Auch das Angebot soll wachsen. Das große Ziel von Refurbed sei es, alle Elektronik-Geräte in einem Haushalt abdecken zu können.

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Offenlegung: Michael Altrichter und startup300 sind Investoren von Trending Topics.

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