Facebook-Tochter

17 Tipps und Tricks für Instagram: So macht man smartes Marketing in der populären Foto-App

Symbiotische Beziehung: Instagram und Hipster. © Instagram
Symbiotische Beziehung: Instagram und Hipster. © Instagram

Am 30. September startet wie berichtet auch in Österreich die Vermarktung der Facebook-Tochter Instagram – das Thema kommt also ordentlich ins Rollen. Immerhin 790.000 Accounts gibt es laut Social Media Radar in Österreich, was deutlich mehr ist als Twitter vorweisen kann. Mit Von Matthis gibt es die erste Kreativ-Agentur des Landes, die sich auf Instagram spezialisiert hat. Ihr CEO und Gründer Matthis Prabitz, der früher einmal als Wiener Sängerknabe die Welt bereiste und später Medien- und der Mobilfunk-Branche tätig war, hat gemeinsam mit TrendingTopics.at die besten Tipps und Tricks gesammelt, mit denen man Marketing auf Instagram betreiben kann, ohne die regulären Ads buchen zu müssen.

1. Populäre Hashtags verwenden

Vor allem am Anfang bei dem Aufbau der Community wichtig: Damit andere User den eigenen Content finden, sollte man die Bilder und Videos mit Hashtags verschlagworten. Die Top 100 meist verwendeten Hashtags finden sich auf http://websta.me/hot.

2. Die Hashtags als Kommentar posten

Hashtags (vor allem dann, wenn man besonders viele verwendet), sind nicht unbedingt hübsch anzusehen. Man kann sie aber auch als Kommentar unter ein Bild posten, die dann nur zu sehen sind, wenn der User sie aufklappt – gefunden werden die Bilder über die Hashtags trotzdem.

3. Einen eigenen Hashtag kreieren

Vor allem dann, wenn man eine neue Kampagne startet oder ein neues Produkt auf den Markt bringt, sollte man dafür einen eigenständigen, noch nicht besetzten Hashtag kreieren. Das ist später für die Erfolgsmessung wichtig, weil man so nicht Gefahr läuft, Bilder und Interaktionen mitzuzählen, die gar nichts mit der eigenen Marke zu tun haben. Ob es einen Hashtag schon gibt, kann man einfach über die Suchfunktion feststellen.

4. Regrams

Man muss nicht immer nur eigenen Content posten, sondern kann auch auf Fotos der Community reposten – so genannte Regrams. Da es keine Share- oder Retweet-Funktion wie bei Facebook oder Twitter gibt, bittet man die User, ob man das Bildmaterial verwenden darf. Etwa mit einem Screenshot kann man sich das Foto einfach kopieren, aktuelle Smartphones erlauben das einfache Wegschneiden der überflüssigen Bildinhalte. „So zeigen Sie Ihrer Community, dass sie zuhören, das gibt ihnen Glaubwürdigkeit“, so Prabitz. „Regramen Sie Bilder Ihrer Fans und erwähnen und kommentieren Sie diese. Beiträge mit einem Verweis auf einen anderen Nutzer (@mention) bekommen 56 Prozent mehr Engagement.“

5. Celebrities einbinden

Ein gängiger Weg, das eigene Produkt in Szene zu setzen, ist, Influencer (z.B. Fashion-Blogger) damit zu beauftragen, für eine Marke zu instagrammen. In Österreich sind etwa Vicky Heiler oder Tatjana Catic unter jenen Instagram-Nutzern, die zehn- oder sogar hunderttausende Follower haben und gegen Bezahlung Produkte posten (TrendingTopics.at berichtete). Marken wie L’Oreal können außerdem auf Models zurückgreifen, von denn sie Bilder veröffentlichen können.

Nothing says beauty like @realbarbarapalvin perfect red Infaillible pout💋💋💋 #lorealista #selfie #makeupdesigner

A photo posted by L'Oréal Paris Official (@lorealparisofficial) on

6. Nicht immer nur Produkte posten

Die eigenen Instagram-Follower sollte man nicht mit Fotos und Videos überhäufen, die nur die eigenen Produkte zeigen. Wenn es passend ist, kann man auch mal Einblicke hinter die Kulissen einer Firma geben oder Mitarbeiter zeigen.

7. Fragen stellen

Ein altbewährtes Mittel, das auch auf Facebook gut funktioniert: Fragen an die Follower bzw. Fans stellen. Das kann die Interaktionsraten und die Verweildauer der Nutzer beim eigenen Content erhöhen.

Are you ready for summer? #Regram @hannahcrosskey wearing our Hunter Original Slides

A photo posted by Hunter Boots (@hunterboots) on

8. Gewinnspiele veranstalten

Instagram eignet sich sehr gut für Fotowettbewerbe. Unter einem eigenen Hashtag können die User ihre Schnappschüsse quasi einreichen. Ein aktuelles Beispiel: „Die Neue Galerie in New York fordert ihre Besucher dazu auf sich mit dem berühmten Klimt-Gemälde der Adele Bloch-Bauer, „Die Goldene Adele“, zu fotografieren, den Hinweis auf @neuegalerieny und den Hashtag #womaningold zu verwenden und somit die Chance auf ein Feature im offiziellen Instagram-Account des Museums zu haben“, so Prabitz.

9. Zitate posten

Der „Iconic Shift“ von der Schrift zum Bild wird natürlich auch von Instagram vorangetrieben, aber das heißt nicht, dass die User in der App nicht lesen wollen. Zitate funktionieren für einige Marken sehr gut – natürlich nur dann, wenn es passt.

Why not start a brand new journey today? #holmesplace #inspiration

A photo posted by Holmes Place (@holmesplace) on

10. Eine Location hinzufügen

Jedes Bild lässt sich beim Posten mit einer Ortsangabe versehen, die nicht notwendigerweise mit dem eigenen, aktuellen Standort korrespondieren muss. „Nicht nur über Hashtags, sondern auch über die Geolocation, also die Ortsangabe, werden Beiträge gefunden. So bekommen Sie 79 Prozent mehr Engagement als ohne Ortsangabe“, sagt Prabitz. Der Trick, die Location durch eine Web-Adresse oder ein anderes Wort zu ersetzen, funktioniert übrigens nicht mehr.

11. Takover

Man kann seine Fans, andere Instagrammer oder Celebrities dazu einladen, den eigenen Instagram-Account für eine Zeit lang zu übernehmen. AMERICAN EXPRESS hat Prabitz zufolge auf diese Weise mit der #MyAmex-Kampagne 10 Millionn Instagram-Impressions und 40.000 Interaktionen in zwei Wochen generiert.

12. Den einzigen Link clever einsetzen

Jeder Instagram-Account hat exakt einen Link (jenen in der Bio) zur Verfügung, über den man die User auf eine Webseite locken kann. Es ist zwar etwas mühsam, aber man kann diesen Link immer wieder austauschen und in den Bildtexten auf ihn verweisen, um die User zum Klicken zu bewegen. GAP macht das zum Beispiel so:

13. Das richtige Timing

Instagram ist sehr schnelllebig, da es aus einem Feed besteht, in dm die Nutzer die Bilder jener Nutzer denen si folgen, chronologisch verkehrt angzeigt bekommen. Je mehr anderen man folgt, desto schneller wandern die Postings nach unten. „Die höchsten Zugriffszahlen sind Morgens und nach den Bürozeiten am Nachhauseweg. Der beste Zeitpunkt ist Mittwoch zwischen 17 und 18:00 Uhr“, so Prabitz.

14. Mit den Nutzern interagieren

Immer ratsam ist, alle Fragen und Kommentare der Nutzer unter den eigenen Bildern zu beantworten – schon der Höflichkeit halber. Außerdem sollte man selbst aktiv werden und die Inhalte anderer liken und kommentieren. Jedes Mal, wenn man das macht, bekommt der User eine Notification in der App, dass ein anderer Account eine Interaktion gesetzt hat – auch so bekommt man Aufmerksamkeit für die eigene Marke.

15. Auch lange Texte funktionieren

Instagram ist natürlich auf Fotos fokussiert, und viele halten sich in den Bildbeschriftungen kurz und knackig. Es gibt aber auch mutige Medienmarken wie National Geographic, die unter die Fotos lange Texte posten und damit offenbar recht erfolgreich sind:

16. Fotos auf der eigenen Webseite einbetten

Wer eine reichweitenstarke Webseite hat, kann Instagram-Fotos oder -Videos sehr einfach auch dort anzeigen lassen. Die Embd-Codes dafür findet man auf der Web-Version von Instagram, indem man das gewünschte Foto oder Video anwählt und dann unten rechts auf die drei kleinen Punkte klickt. Bei WordPress reicht es mittlerweile, einfach die URL des Instagram-Inhalts z.B. in einen Beitrag zu kopieren, das CMS macht den Rest von selbst.

17. Zahlen auswerten

Wer Marketing betreibt, der will natürlich auch Statistiken darüber haben. Bei http://iconosquare.com etwa bekommt man etwa kostenlos Auswertungen darüber, wie viel Follower man dazugewonnen hat, wie viele man verloren hat, wie hoch die Interaktionsrate ist oder wie viele Interaktionen man von Nutzern bekommen hat, die noch nicht zu den eigenen Followern zählen. Zudem gibt es eine ganze Reihe an anderen, teilweise kostenpflichtigen Web-Diensten, die Auswertungen von Instagram-Profilen machen (z.B. Simply Measured).

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