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138 Mio. Euro: Risikokapital-Investitionen in Österreich vervierfacht

© Fotolia/Rawpixel.com
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2017 war in Österreich ein Rekordjahr bei Startup-Investitionen. 138 Millionen Euro Risikokapital sind vergangenes Jahr in österreichische Jungunternehmen geflossen. Das ist fast viermal so viel wie im Jahr davor. Auch die Zahl der Finanzierungsrunden ist von 14 auf 35 stark gestiegen.

Das geht aus dem Startup-Barometer des Beratungsunternehmens EY hervor, das insgesamt 3.656 Deals in ganz Europa analysiert hat. Im europaweiten Vergleich liegt Österreich bei Risikokapital-Investitionen demnach auf Platz 14. Der Gesamtwert der Startup-Investitionen stieg in Europa im vergangenen Jahr um 84 Prozent auf 19,2 Milliarden Euro an.

Starker Anstieg bei Investments über 100 Mio. Euro

Auffällig ist der europaweite Anstieg von Investitionen im neunstelligen Bereich. In Europa fielen vergangenes Jahr insgesamt 23 Investments in diese Größenordnung – im Jahr davor wahren es nur sieben. „Die Bereitschaft, auch sehr hohe Summen in Startups zu investieren, ist  spürbar gestiegen, was auch mit der guten Entwicklung auf dem IPO-Markt und den entsprechend verbesserten Exit-Möglichkeiten zusammenhängen dürfte“, sagt Thomas Gabriel, Startup-Experte bei EY Österreich.

Wien knapp in den Top 20

Im europäischen Städteranking schafft es Wien knapp in die Top 20. 119 der 138 Millionen Risikokapital in Österreich flossen in Wiener Startups. Das Städteranking wird von London (4,9 Milliarden Euro) angeführt, gefolgt von Berlin (3 Milliarden Euro) und Paris (2 Milliarden Euro). Der größte Deal 2017 wurde jedoch in der Schweizer Stadt Basel abgeschlossen. Das Biotech-Unternehmen Roviant Sciences erhielt umgerechnet fast eine Milliarde Euro.

Statistik ohne ICOs und Exits

In das Ranking der Top-Investments wurden nur Volumina aufgenommen, die öffentlich bekanntgegeben wurde. Dadurch fehlt bei den österreichischen Deals beispielsweise StreamUnlimited, das 2017 mehr als 10 Millionen Euro von Google erhielt. Außerdem wurden von EY nur Unternehmen berücksichtigt, die maximal acht Jahre alt sind, wodurch der Tricentis-Deal (154 Millionen Euro) in dieser Liste fehlt. Eine Liste der größten österreichischen Deals inklusive ICOs und Exits gibt es hier.

© EY
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